Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.17 Rohita, Rohiṇī und Agni gegen die Nebenbuhler

yaṃ tvā pṛṣatī rathe / pṛṣṭir vahati rohitaḥ | / śubhā yāsi riṇann apaḥ | / tenemaṃ brahmaṇaspate / rohaṃ rohayottamam ||

Den dich die gesprenkelte Stute am Wagen zieht, / die fleckige, rote: / schön fährst du, die Wasser freigebend. / Damit, Brahmaṇaspati, lass diesen / den höchsten Aufstieg aufsteigen.

anuvratā rohiṇī rohitasya / sūriḥ suparṇā bṛhatī suvarcāḥ | / tayā vājān viśvarūpāṃ jayema / tayā viśyāḥ pṛtanā abhi ṣyāma ||

Dem Rohita ergeben ist Rohiṇī, die Herrin, / die Gutgeflügelte, Große, Glanzreiche. / Mit ihr wollen wir Kraftpreise gewinnen, die Vielgestaltige; / mit ihr wollen wir die Heere der Stämme überwinden.

idaṃ sado rohiṇī rohitasya- / -asau panthāḥ pṛṣatī yena yāti | / tāṃ gandharvāḥ kaśyapā un nayanti / tāṃ rakṣanti kavayo 'pramādam ||

Dies ist der Sitz der Rohiṇī des Rohita; / dies der Weg, auf dem die Gesprenkelte geht. / Die Gandharvas, Kaśyapas führen sie hinauf; / die Seher behüten sie ohne Unachtsamkeit.

sūryasyāśvā harayaḥ ketumantaḥ / sadā vahanty amṛtāḥ sukhaṃ ratham | / ghṛtapāvā rohito bhrājamāno / divaṃ devaḥ pṛṣatīm ā viveṣa ||

Die Rosse der Sonne, fahl, mit Bannern, / ziehen stets, unsterblich, den Wagen mühelos. / Rohita, Ghee trinkend, strahlend: / der Gott hat den Himmel und die Gesprenkelte durchdrungen.

yo rohito vṛṣabhas tigmaśṛṅgaḥ / pary agniṃ pari sūryaṃ babhūva | / yo viṣṭabhnāti pṛthivīṃ divaṃ ca / tasmād devā adhi sṛṣṭīḥ sṛjante ||

Rohita, der Stier, scharfhörnig, / der Agni ringsum, die Sonne ringsum umfasste, / der Erde und Himmel stützt: / von ihm aus lassen die Götter die Schöpfungen entstehen.

rohito divam āruhan / mahatas pary arṇavāt | / sarvā ruroha rohito ruhaḥ || Bhatt. ruha(ḥ)

Rohita, den Himmel besteigend, / vom großen Meer her: / alle Wuchsformen bestieg Rohita.

vi mimīṣva payasvatīṃ ghṛtācīṃ / devānāṃ dhenur anapaspṛg eṣā | / indraḥ somaṃ pibatu kṣemo astv / agniḥ pra stautu vi mṛdho nudasva ||

Miss [sie] ab, die milchreiche, ghee-erfüllte: / dies ist die Kuh der Götter, unberührbar. / Indra soll Soma trinken, Sicherheit soll sein; / Agni soll preisen; treibe die Feinde weg.

samiddho agniḥ samidhāno / ghṛtavṛddho ghṛtāhutaḥ | / abhīṣāḍ viśvāṣāḍ agniḥ / sapatnān hantu ye mama ||

Entzündet ist Agni, sich entzündend, / ghee-gewachsen, ghee-geopfert; / der Überwinder, All-Überwinder Agni / soll meine Nebenbuhler schlagen.

hantv enān pra dahatv / agnir yo naḥ pṛtanyati | / kravyādāgninā vayaṃ / sapatnān pra dahāmasi ||

Er soll sie schlagen und verbrennen, Agni, / wer uns bekämpft. / Mit dem fleischfressenden Feuer / verbrennen wir die Nebenbuhler.

agne sapatnam adharaṃ pādayāsmad / vyathayā sajātam utpipānaṃ bṛhaspate | / indrāgnī mitrāvaruṇāv / adhare padyantām apratimanyūyamānāḥ ||

Agni, lass den Nebenbuhler unter uns fallen, / quäle den aufschwellenden Verwandten, Bṛhaspati. / Indra und Agni, Mitra und Varuṇa: / unten sollen fallen die, die [uns] nicht zurückgrollen [können].