Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.74 Zur Erde gebettet; Soma-Becher

ye satyāso havirado haviṣyā / indreṇa devaiḥ sarathaṃ dadhānāḥ | / āgne yāhi sahasraṃ devavandaiḥ / paraiḥ pūrvaiḥ pitṛbhir gharmasadbhiḥ ||

Die wahrhaftigen Opferspeise-Esser, die dem Opfer angemessen [sind], / die mit Indra und den Göttern einen gemeinsamen Wagen erlangten: / Agni, komm mit tausend Götterpreisern, / mit den höheren, früheren Vätern, die am Gharma sitzen.

upa sarpa mātaraṃ bhūmim etām / uruvyacasaṃ pṛthivīṃ suśevām | / ūrṇamradāḥ pṛthivī dakṣiṇāvata / eṣā tvā pātu nirṛter upasthāt ||

Kriech zu der Mutter, dieser Erde, / der weiträumigen, der freundlichen Erde. / Wollweich sei die Erde für den Gabenspender; / diese soll dich vor dem Schoß der Nirṛti schützen.

uc chvañcasva pṛthivi mā ni bādhathāḥ / sūpāyanāsmai bhava sūpavañcanā | / mātā putraṃ yathā sicā- / -abhy enaṃ bhūma ūrṇuhi ||

Erhebe dich, Erde, drücke ihn nicht; / sei ihm leicht zugänglich, gut umhüllend [?]. / Wie die Mutter den Sohn mit dem Saum(gewand) [bedeckt], / so bedecke ihn, Erde.

ucchvañcamānā pṛthivī su tiṣṭhatu / sahasraṃ mita upa hi śrayantām | / te gṛhāso ghṛtaścutaḥ syonā / viśvāhāsmai śaraṇāḥ santv atra ||

Die sich erhebende Erde soll fest stehen; / tausend Pfosten sollen sich hier stützen. / Diese Häuser, schmalztriefend, angenehm, / sollen ihm alle Tage hier Zuflucht sein.

ut te stabhnāti pṛthivīṃ tvat pari- / -imaṃ lokaṃ vidadhan mo aharṣam | / etāṃ sthūṇāṃ pitaro dhārayantv / atrā yamaḥ sadanā te kṛṇotu ||

Er stützt [über] dir die Erde empor, ringsum von dir aus, / indem er diese Welt zurechtlegt; möge ich [nicht verletzen (?)] [?]. / Diesen Pfosten sollen die Väter halten; / hier soll Yama dir Sitze bereiten.

atharvā pūrṇaṃ camasaṃ / yam indrāyābibhar vājinīvate | / tasmin kṛṇotu sukṛtasya lokaṃ / tasminn induḥ pavate viśvadānīm ||

Atharvan [brachte] den vollen Becher, / den er dem kraftreichen Indra trug. / Darin schaffe er dem Guttäter die Welt; / darin läutert sich der Tropfen (Soma) allezeit.

amum agne camasaṃ mā vi jijñaraḥ Bhatt. (⟨ jihvaraḥ) / priyo devānām upa somyānām | / eṣa yaś camaso devapānas / tasminn evā amṛtā mādayante ||

Jenen Becher, Agni, verbiege nicht [zerbrich nicht] (mā vi jihvaraḥ); / er ist lieb den soma-berechtigten Göttern. / Dieser Becher, der götter-tränkende: / in ihm erfreuen sich die Unsterblichen.

yat te kṛṣṇaḥ śakuna ātutoda / pipīlaḥ sarpa uta vā śvāpadaḥ | / agniṣ ṭad viśvād ā pṛṇātu vidvān / somaś cā yo brāhmaṇām̐ āviveśa ||

Was dir der schwarze Vogel zugefügt hat (gehackt/ gestochen), / die Ameise, die Schlange oder das Raubtier: / Agni, der Wissende, soll das alles ausfüllen, / und Soma, der in die Brahmanen eingegangen ist.

payasvatīr oṣadhayaḥ / payasvān māmakaṃ vacaḥ | / atho payasvad yat payas / tena mā saha jinvatha ||

Milchreich sind die Pflanzen, / milchreich mein Wort; / und was da milchreich an Milch [ist]: / damit erquickt mich zusammen.

imā narīty ekā || PS 17.47.1 is repeated

[Strophe:] „imā narī…“ – nur Anfangswörter; PS 17.47.1 wird wiederholt.