Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.67 Maß des Lebens; Weg zu den Vätern

premāṃ mātrāṃ mimīmahe / yathāparaṃ na māsātai | Bhatt. māsatai* / śate śaratsu no purā ||

Wir bemessen dieses Maß hinzu, / damit es später nicht abnehme [?] / in hundert Herbsten, nicht früher.

ud imām (…) || see 1abc

Wir bemessen dieses Maß herauf (ud), / damit es später nicht abnehme [?] / in hundert Herbsten, nicht früher.

apemam (…) || see 1abc

Wir bemessen dieses Maß hinweg (apa), / damit es später nicht abnehme [?] / in hundert Herbsten, nicht früher.

nir imāṃ mātrāṃ mimīmahe / yathā (…) || see 1bc

Wir bemessen dieses Maß heraus (nir), / damit es später nicht abnehme [?] / in hundert Herbsten, nicht früher.

amāsi mātrāṃ svar agām Bhatt. mātrāṅ / āyuṣmān bhūyāsam | / yathāparaṃ na māsātai | Bhatt. māsatai* / śate śaratsu no purā ||

Ich habe das Maß gemessen, ich bin zum Licht (svar) gegangen; / langlebig möchte ich werden, / damit es später nicht abnehme [?] / in hundert Herbsten, nicht früher.

prāṇo apāna uta vā vyāna / āyuś cakṣur dṛśe sūryāya | / aparipareṇa pathā Bhatt. yathā / yamarājñaḥ pitṝn gaccha ||

Einatem, Ausatem und Zwischenatem, / Lebenskraft, Auge, um die Sonne zu sehen: / auf dem Weg ohne Umweg (aparipareṇa) / geh zu den Vätern, zum König Yama.

ye naḥ pituḥ pitaro ye pitāmahā / ya āviviśur urv antarikṣam | / ya ākṣīyanti pṛthivīm uta dyāṃ / tebhyaḥ pitṛbhyo namasā vidhema ||

Die Väter unseres Vaters, die Großväter, / die in den weiten Luftraum eingetreten sind, / die die Erde und den Himmel bewohnen (ākṣīyanti): / diesen Vätern wollen wir mit Verneigung Verehrung erweisen.

ye agravaḥ śaśamānāḥ pareṣu / hitvā dveṣāṃsy anapatyavantaḥ | / te dyām udityāvidanta lokaṃ / nākasa pṛṣṭhe adi dīdhyānāḥ ||

Die ‚agravaḥ‘ [?], die unter den Anderen (pareṣu) sich mühten, / den Hass zurückgelassen habend, kinderlos: / die stiegen zum Himmel auf, fanden die Welt, / auf dem Rücken des Firmaments (nāka) leuchtend.

udanvatī dyaur avamā / pīlūmatīti madhyamā | / tṛtīyā ha pradyaur iti / yasyāṃ pitara āsate ||

Wasserreich ist der unterste Himmel, / pīlu-reich der mittlere; / der dritte ist der ‚Vorhimmel‘ (pradyauḥ), / in dem die Väter sitzen.

idam id vā uttamaṃ / divi paśyati sūryam | / mātrā putraṃ yathā sicā- / -abhy enaṃ bhūma ūrṇuhi || Bhatt. emaṃ]

Dies ist ja das Höchste: / im Himmel sieht er die Sonne. / Wie die Mutter den Sohn mit dem Saum(gewand) [bedeckt], / so bedecke ihn, Erde.