Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.13 Sühne und Reinigung nach der Hochzeit

yat te prajāyāṃ paśuṣu / yad vā gṛheṣu niṣṭhitam / aghakṛdbhir aghaṃ kṛtam | / agniṣ ṭvā tasmād enasaḥ / savitā ca pra muñcatām ||

Was dir an Nachkommenschaft, am Vieh / oder in den Häusern festsitzt: / von den Unheilstiftern wurde Unheil bewirkt. / Von jenem Vergehen sollen dich / Agni und Savitar lösen.

iyaṃ nāry upa brūte / pūlpāny āvapantikā | / dīrghāyur astu me patir / edhantāṃ pitaro mama ||

Diese Frau spricht dazu, / Grasbündel streuend: / „Langlebig sei mein Gatte, / gedeihen sollen meine Väter.“

ihemāv indra saṃ nuda / cakravākeva dampatī | / prajāvantau svastakau / dīrgham āyur vy aśnutām ||

Hier, Indra, treibe diese beiden zusammen, / wie ein Cakravāka-Paar; / kinderreich, wohlbehalten, / sollen sie langes Leben erreichen.

yad āsandyām upadhāne Bhatt. āsandhyā(⟨ ndyā*)m / yad vopavāsane kṛtam | / vivāhe kṛtyāṃ yāṃ cakrur / āsnāne tāṃ ni dadhmasi || Bhatt. taṃ

Was bei der Sitzbank, beim Unterlegen, / was beim Fasten getan wurde, / die Kṛtyā, die sie bei der Hochzeit gemacht haben: / die legen wir beim Bad nieder.

yad duṣkṛtaṃ yac chamalaṃ / vivāhe vahatau ca yat | / tat saṃbhalasya kambale / mṛjmahe duritaṃ vayam ||

Was Übles getan, was Schmutz ist, / bei der Hochzeit und beim Brautzug: / das wischen wir an der Decke (kambala) des Sambhala ab, / das Unheil, wir.

saṃbhale malaṃ sādayitvā / kambale duritaṃ vayam | / abhūma yajñiyāḥ śuddhāḥ / pra ṇa āyūṃṣi tāriṣan ||

Nachdem wir den Schmutz auf dem Sambhala, / das Unheil auf der Decke abgesetzt haben, / sind wir opferfähig, rein geworden; / unsere Lebensjahre sollen sich verlängern.

yā me priyatamā tanūḥ / sā me bibhāya vāsasaḥ | / tasyāgre tvaṃ vanaspate / nīviṃ kṛṇuṣva mā vayaṃ riśāma ||

Mein liebster Leib, / der fürchtet sich vor dem Gewand. / Baum (Holz), mache du dafür zuerst einen Saum/Knoten; / damit wir nicht Schaden nehmen.

kṛtrimaḥ kaṅkataḥ śatadan ya eṣaḥ | / apāsyāḥ keśyaṃ malam / apa śīrṣaṇyaṃ likhāt ||

Dieser hier ist ein künstlicher, hundertzähniger Kamm: / er soll ihr den Schmutz im Haar, / den Schmutz am Kopf wegkratzen.

aṅgādaṅgād yūyam asyā / apa yakṣmaṃ ni dhattana | Bhatt. (a)pa / tan mā prāpat pṛthivīṃ mota devān / divaṃ mā prāpan morv antarikṣam | / apo mā prāpan malam etad agne / yamaṃ mā prāpat pitṝṃś ca sarvān ||

Aus jedem einzelnen Glied von ihr / nehmt ihr die Yakṣma-Krankheit heraus. / Das soll nicht zur Erde gelangen, nicht zu den Göttern, / nicht zum Himmel gelangen, nicht zum weiten Luftraum; / nicht zu den Wassern gelangen [soll] dieser Schmutz, Agni, / nicht zu Yama gelangen und nicht zu allen Vätern.

saṃ tvā nahyāmi payasā pṛthivyāḥ / saṃ tvā nahyāmi payasauṣadhīnām | / saṃ tvā nahyāmi prajayā dhanena / sā saṃnaddhā sanuhi vājam emam ||

Ich binde dich zusammen mit der Milch der Erde, / ich binde dich zusammen mit der Milch der Pflanzen, / ich binde dich zusammen mit Nachkommen, mit Reichtum; / so zusammengebunden gewinne diese Kraft.