śucī te cakre yātyā / vyāno akṣa āhataḥ | / ano manasmayaṃ sūryā- / -ārohat prayatī patim ||
Rein waren deine beiden Räder beim Fahren, / der Vyāna[-Atem] war die eingeschlagene Achse; / den aus Geist gemachten Wagen / bestieg Sūryā, zum Gatten fahrend.
Der Brautzug der Sūryā ging voran, / den Savitar entsandt hatte. / In den Aghās (Maghā) werden die Rinder erschlagen, / in den Phalgunīs wird [die Braut] heimgeführt.
yad aśvinā pṛcchamānāv ayātaṃ / tricakreṇa vahatuṃ sūryāyāḥ | / kvaikaṃ cakraṃ vām āsīt / kva deṣṭrāya tasthathuḥ ||
Als ihr Aśvins fragend fuhrt / mit dem dreirädrigen [Wagen] zum Brautzug der Sūryā: / wo war euer eines Rad? / Wo standet ihr für den Deṣṭṛ (den Anweiser)?
yad ayātaṃ śubhaspatī / vareyaṃ sūryām upa | / viśve devā anu tad vām ajānan / putraḥ pitarāv avṛnīta pūṣā ||
Als ihr fuhrt, ihr Herren des Glanzes, / zur Brautwerbung um Sūryā: / alle Götter erkannten das euch zu; / Pūṣan, der Sohn, erwählte die beiden Eltern.
dve te cakre sūrye / brahmāṇa ṛtuthā viduḥ | / athaikaṃ cakraṃ yad guhā / tad addhātaya id viduḥ ||
Zwei Räder von dir, Sūryā, / kennen die Brahmanen nach den Jahreszeiten; / das eine Rad aber, das verborgen ist, / das kennen nur die, die es wirklich [durchschauen] (addhātayaḥ).
Ich löse dich von Varuṇas Fessel, / mit der dich Savitar, der Wohlgesinnte, gebunden hat. / Im Schoß der Ordnung, in der Welt des gut Getanen / sei es dir angenehm, Braut, an der Seite des Gatten.
Von hier mögen sie [mich] lösen, nicht von dort; / von dort möge er [sie] gut gebunden machen; / damit diese, Indra, Spender/Besamer, / gute Söhne habe und glücklich sei.
Bhaga soll dich von hier führen, dich an der Hand fassend; / die Aśvins sollen dich mit dem Wagen fahren. / Geh zum Haus, damit du Hausherrin seist; / gebietend sollst du zur Versammlung (vidatha) sprechen.
Hier gedeihe dir das Liebe für Nachkommenschaft; / in diesem Haus wache für die Hausherrschaft. / Mit diesem Gatten vereinige dich leiblich; / dann, gealtert, sollst du zur Versammlung sprechen.