Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.23 Rohita und Sūrya, der große Vogel

vajrāyeva sāddhiyaḥ Bhatt. sāddhiyaḥ (⟨ sādhvyaḥ+?) / kīrtiṃ śremāṇam ā vahān | / mahyam āyur ghṛtapriyaḥ ||

Wie für den Vajra [?] … (sāddhiyaḥ [?]) / möge er Ruhm [und] Gedeihen herbeifahren; / mir Lebenskraft, er, der das Schmalz liebt.

rohito divam ākramīt tapasā tapasvī | / sa yonim aiti sa u jāyate punaḥ / sa devānām adhipatir babhūva ||

Rohita stieg zum Himmel auf, durch Tapas der Glühende. / Er geht zum Schoß, und er wird wieder geboren; / er wurde der Oberherr der Götter.

yo viśvacarṣaṇir uta viśvatomukho / viśvataspāṇir utaviśvataspṛdhaḥ | Bhatt. emend. -thaḥ | / saṃ bāhubhyāṃ bharati saṃ patatrair / dyāvāpṛthivī janayan deva ekaḥ ||

Der [alles] Volk Überschauende, der allseits Antlitz Habende, / der allseits Hände Habende und allseits Wettstreit [?]: / mit den Armen fügt er [alles] zusammen, mit den Flügeln, / Himmel und Erde erzeugend, der eine Gott.

ekapād dvipado bhūyo vi cakrame / dvipāt tripādam abhy eti paścāt | / tripād dha ṣaṭpado bhūyo vi cakrame / ta ekapadas tanvāṃ sam āsate ||

Einfüßig schritt über den Zweifüßigen hinaus, / der Zweifüßige kommt später zum Dreifüßigen; / der Dreifüßige schritt über den Sechsfüßigen hinaus: / diese sitzen im Leib des Einfüßigen beisammen [?].

atandro yāsyan harito yad āsthā / divi rūpaṃ kṛṇuṣe rocamānaḥ | / ketumām̐ udyan sahamāno rajāṃsi / viśvā āditya pravato vi bhāsi ||

Unermüdlich, im Begriff zu fahren, wenn du die Falben bestiegen hast, / machst du im Himmel [deine] Gestalt, leuchtend; / mit Banner, aufgehend, die Räume bezwingend, / erleuchtest du alle Abhänge, Āditya.

baṇ mahām̐ asi sūrya / baḍ āditya mahām̐ asi | / mahāṃs te mahato mahimā / tvam āditya mahām̐ asi ||

Wahrlich groß bist du, Sūrya; / wahrhaftig, Āditya, groß bist du; / groß ist die Größe des Großen; / du, Āditya, bist groß.

rocase divi rocase antarikṣe pataṅga / pṛthivyāṃ rocase rocase apsv antaḥ | / ubhā samudrau rucyā vy āpitha / devo devāsi mahiṣaḥ svarvit ||

Du leuchtest im Himmel, du leuchtest im Luftraum, Vogel; / auf der Erde leuchtest du, du leuchtest mitten in den Wassern. / Beide Meere hast du mit Glanz durchdrungen; / Gott bist du, ein mächtiger Gott, Lichtfinder.

arvāk parastād viyato vyadhva / āśur vipaścit patayan pataṅgaḥ | / viṣṇur vicittaḥ śavasādhitiṣṭhan / pra ketunā sahate viśvam ejat ||

Von hier und von dort, der die Wege Auseinanderziehende [?], / der Schnelle, Weise, fliegende Vogel; / Viṣṇu, der Vielsinnige, mit Kraft darüber stehend, / überwältigt er mit dem Banner alles Bewegte.

tigmo vibhrājan tanvaḥ śiśāno / 'raṃgamāsaḥ pravato rarāṇaḥ | / jyotiṣmān pakṣī mahiṣo vayodhā / viśvā āsthāt pradiśaḥ kalpamānaḥ ||

Scharf, glänzend, seine Leiber schärfend, / der Wohlgesinnte [?], zu den Abhängen Freigebige [?]; / lichtvoll, geflügelt, mächtig, Lebenskraft-Spender, / hat er alle Himmelsrichtungen bestiegen, sie ordnend.

citraś cikitvān mahiṣaḥ suparṇa / ārocayan rodasī antarikṣam | / ahorātre pari sūryaṃ vasāne / prāsya viśvā tirato vīryāṇi ||

Bunt, wissend, mächtig, ein Schönvogel, / beide Welten und den Luftraum erleuchtend; / Tag und Nacht, die sich um die Sonne kleiden, / lassen alle seine Heldentaten vorangehen.