Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.11 Brahmanenanteil, Befreiung von Sünde, Abwehr von Kṛtyā

yaṃ no dadur brahmabhāgaṃ vadhūyor / vāso vadhvaś ca vastram | / yuvaṃ brahmaṇe 'numanyamānau / bṛhaspate sākam indraś ca dattam ||

Den Brahmanen-Anteil, den sie uns gaben, / das Gewand der Braut-Begehrenden und das Kleid der Braut: / ihr beiden, dem Brahmanen zustimmend, / Bṛhaspati und Indra, gebt es zusammen.

devair dattaṃ vanunā sākam etad / vādhūyaṃ vadhvo vāso asyāḥ | / yo brahmaṇe cikituṣe dadāti / sa id rakṣāṃsi talpyāni hanti ||

Von den Göttern gegeben mit dem Wunsch(?), dieses / Brautgewand der Braut, ihr Gewand: / wer es dem kundigen Brahmanen gibt, / der schlägt die Rakṣas des Lagers.

syonād yoner adhi budhyamānau / hasāmudau mahasā modamānau | / sugū suputrau sugṛhau tarātho / jīvā uṣaso vibhātīḥ || Bhatt. vibhātī(ḥ)

Aus angenehmem Schoß erwachend, lachend, froh, / mit Freude frohlockend, / gut gehend, mit guten Söhnen und guten Häusern, / sollt ihr lebend die aufleuchtenden Morgenröten überschreiten.

navaṃ vasānaḥ surabhiḥ suvāsā / udāgāṃ jīva uṣaso vibhātīḥ | Bhatt. vibhātī(ḥ) / āṇḍāt patatrīvāmukṣi / viśvasmād enasas pari ||

Neu bekleidet, wohlriechend, gut gekleidet / bin ich, lebend, bei den erstrahlenden Morgenröten aufgestanden. / Wie ein Vogel aus dem Ei / bin ich von aller Sünde ringsum befreit.

śumbhanī dyāvāpṛthivī / antisumne mahivrate | / āpaḥ sapta sravantīs / tā no muñcantv aṃhasaḥ || Bhatt. ahasaḥ

Schmückende Himmel und Erde, / gnadennah, von hohem Gesetz, / und die sieben strömenden Wasser: / sie sollen uns von der Bedrängnis lösen.

sūryāyai devebhyo / mitrāya varuṇāya ca | / ye bhūtasya pracetasas / tebhyo 'ham akaraṃ namaḥ ||

Der Sūryā, den Göttern, / dem Mitra und dem Varuṇa, / denen, die des Gewordenen kundig sind: / ihnen habe ich Verneigung gemacht.

ya ṛte cid abhiśriṣaḥ / purā jatrubhya ātṛdaḥ | / saṃdhātā saṃdhiṃ maghavā / purūvasur niṣkartā vihṛtaṃ punaḥ || Bhatt. purūvasuni(⟨ rni)ṣkartā

Der, der ohne Anlehnung (ohne Verband) schon zuvor [Brüche] an den Schlüsselbeinen / [heilt/aufreißt]: / der Zusammenfüger fügt die Fuge, der Freigebige, / vielreich, richtet das Zerrissene wieder her.

apāsmat tama ucchatu Bhatt. apāsma(t) / nīlaṃ piśaṅgam uta lohitaṃ yat | / nirdahanīṃ pṛṣātakīm / asmin tāṃ sthāṇāv adhy ā sṛjāmi ||

Weg von uns soll das Dunkel weichen, / das Blaue, Bräunliche und Rote, das da ist; / die verbrennende Gesprenkelte: / die lasse ich auf diesen Baumstumpf los.

yāvatīḥ kṛtyā upavāsane / yāvanto rājño varuṇasya pāśāḥ | Bhatt. pāśāt / vyṛddhayo yā asamṛddhayaś ca- / -asmin tā sthāṇau prati muñcāmi sarvāḥ ||

Wie viele Kṛtyās (Zaubergebilde) beim Fasten/Nachtlager, / wie viele Fesseln des Königs Varuṇa, / die Verfehlungen und die Nicht-Vollendungen: / all diese binde ich an diesen Baumstumpf.

ye antā yāvatīḥ sica / otavo ye ca tantavaḥ | / vāso yat patnībhir utaṃ / tan mā syonam upa spṛṣāt ||

Wie viele Enden, Säume, / Kettfäden und Fäden es gibt, / das Gewand, das die Gattinnen gewebt haben: / das soll mich angenehm berühren.