Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.20 Rohita erschafft das All; Preis Sūryas

vediṃ bhūmiṃ kalpayitvā / divaṃ kṛtvā dakṣiṇām | / ghraṃsaṃ tad agniṃ kṛtvā / cakāra viśvam ātmanvad / varṣeṇājyena rohitaḥ ||

Nachdem er den Altar zur Erde gemacht, / den Himmel zum Opferlohn, / die Glut zu jenem Feuer gemacht hatte, / schuf Rohita das All, beseelt, / mit Regen als Opferschmalz.

varṣam ājyaṃ ghraṃso agnir / vedir bhūmir akalpata | / tatraitān parvatām̐ agnir Bhatt. tatraitāṃ / gīrbhir ūrdhvām̐ akalpayat ||

Der Regen war das Schmalz, die Glut das Feuer, / der Altar, die Erde wurde hergerichtet. / Dort richtete Agni diese Berge / mit Liedern aufrecht.

gīrbhir ūrdhvān kalpayitvā / rohito bhūmim abravīt | / tvad idaṃ sarvaṃ jāyatāṃ / yad bhūtaṃ yac ca bhāvyam ||

Nachdem er sie mit Liedern aufgerichtet, / sprach Rohita zur Erde: / „Aus dir soll dies alles geboren werden, / was gewesen ist und was sein wird.“

sa yajñaḥ prathamo bhūto / bhavyo ajāyata | / tasmād dha yajña idaṃ sarvaṃ / yat kiṃ cedaṃ virocate / rohitena rṣiṇābhṛtam ||

Dieses Opfer wurde als erstes geboren, / als Gewordenes und als Künftiges. / Denn aus dem Opfer [stammt] dies alles, / was hier immer leuchtet, / vom Seher Rohita getragen.

ud asya ketavo divi / śukrā bhrājanta īrate | / ādityasya nṛcakṣaso / mahivratasya mīduṣaḥ ||

Empor stiegen seine Banner im Himmel, / hell leuchtend erheben sie sich, / des Āditya, der die Menschen überschaut, / der große Gebote hat, des Spendenden.

diśāṃ prajñānaṃ svarayantam arciṣā / supakṣam āśuṃ patayantam arṇave | / stavāma sūryaṃ bhuvanasya gopāṃ / yo raśmibhir diśa ābhāti sarvāḥ || Bhatt. sarvā(ḥ)

Den Wegweiser der Himmelsrichtungen, der mit seiner Flamme ertönen lässt [?], / den Gutgeflügelten, Schnellen, der im Meer fliegt: / wir preisen Sūrya, den Hüter der Welt, / der mit den Strahlen alle Richtungen erleuchtet.

yat prāṅ pratyaṅ svadhayā yāsi śībhaṃ / nānārūpe ahanī karṣi māyayā | / tad āditya mahi tat te mahi śravo / yad eko viśvaṃ pari bhūma jāyase ||

Wenn du nach Osten und nach Westen aus eigener Kraft (svadhā) rasch fährst, / machst du Tag und Nacht durch Zauber verschiedengestaltig: / das, Āditya, ist groß, dies dein Ruhm ist groß, / dass du allein über das All hin geboren wirst.

vipaścitaṃ taraṇiṃ bhrājamānaṃ / vahanti yaṃ haritaḥ sapta bahvīḥ | / stutād yam atrir divam unnināya / taṃ tvā paśyema pariyantam ājim ||

Den Weisen, den Durchdringenden, den Strahlenden, / den die sieben vielen Falbinnen fahren, / den Atri aus dem Lobgesang zum Himmel emporgehoben hat: / dich möchten wir sehen, den Kreisenden, [im] Wettlauf.

mā tvā dabhan pariyantam ājiṃ / sugena durgam ati yāhi śībham | / divaṃ ca sūrya pṛthivīṃ ca devīm / ahorātre vimimāno yad eṣi ||

Sie sollen dich nicht schädigen, wenn du den Wettlauf umkreist; / auf gutem Pfad ziehe rasch durch das Unwegsame! / Himmel und die göttliche Erde, Sūrya, / [durchmisst du,] Tag und Nacht messend, wenn du gehst.

svasti te sūrya carase rathāya / yenobhāv antau pariyāsi sadyaḥ | / yaṃ te vahanti harito vahiṣṭhās / tam ā roha sukham āśvaśvam ||

Heil dir, Sūrya, der du auf deinem Wagen fährst, / mit dem du beide Enden sofort umkreist, / den deine besten Zugtiere, die Falben, ziehen: / diesen besteige, bequem, den rossbespannten [?].