bibharty aṃśuṃ prati muñcate srajam Bhatt. vi bharty / ud ūhate raśmīn aṃśuṃ bṛhantam | ūhate emend. Bhatt. (vs. uhate) / divākaraḥ paśyati yat parāt paraṃ / prāhṇā pra varṣmaṇā viśvam aprāṅ / hiraṇyayo haritaḥ ketur udyan ||
Er trägt den Strahl, legt den Kranz an; / er hebt die Strahlen empor, den großen Strahl. / Der Tagmacher sieht, was das Höchste über das Höchste ist; / mit Vormittag und Höhe hat er das All erfüllt [?], / der goldene, falbe Banner-Träger, aufgehend.
Aufsteigend, der Helle, der Unermüdliche, die weiten [Räume], / vollbringt der Sterbliche [?] Heldentaten; / himmlischer Schönvogel, mächtig, windschnell, / wenn er alle Welten überstrahlt.
Das eine [Gewand] betritt er, das andere legt er um: / Tag und Nacht, der Mächtige sich ordnend; / Sūrya, der im Dunstraum wohnt, / den Wegkundigen rufen wir hilfebegehrend an.
Erdfüllend, mächtig, des Bittenden Wegführer, / mit unbetrügbarem Auge hat er alles umfasst; / alles überschauend, wohlwissend, verehrungswürdig, / gewähre uns mit gnädigem Leib Schutz.
pary asya mahimā pṛthivīṃ samudraṃ / jyotiṣā vibhrājan pari dyām antarikṣam | / ahorātrābhyāṃ saha saṃvidāna / upā na āyuḥ pra tirād ariṣṭam ||
Über Erde und Meer reicht seine Größe, / mit Licht erstrahlend über Himmel und Luftraum; / mit Tag und Nacht einträchtig, / verlängere uns das Leben unversehrt.
abodhy agniḥ samidhā janānāṃ / prati dhenum ivāyatīm uṣāsam | / yahvā iva pra vayām ujjihānāḥ / pra bhānavaḥ sisrate nākam accha ||
Erwacht ist Agni durch das Brennholz der Menschen, / der herankommenden Uṣas entgegen wie einer Milchkuh; / wie Rastlose, die sich vom Zweig emporschnellen [?], / sind die Strahlen zum Himmelsdach hin ausgeschossen.
kumāraṃ mātā yuvatir garbham antar / guhā bibharti na dadāti pitre | / anīkam asya na minaj janāsaḥ / puraḥ paśyanti nihitam aratau ||
Den Knaben trägt die junge Mutter als Leibesfrucht / drinnen, verborgen, und gibt ihn nicht dem Vater. / Sein Antlitz beeinträchtigen die Leute nicht; / vorn sehen sie den in der Ruhelosigkeit [?] Niedergelegten.
Diesen Knaben, du, die junge, strahlende, mächtige [Mutter], / trägst du, den du gebarst. / Denn die Leibesfrucht wuchs lange Herbste [Jahre]; / ich sah den Geborenen, den die Mutter gebar.
Dessen drei Wege, als eins seiend, / dem die Göttergeschlechter Tribut bringen: / dessen sind jener Himmel, Erde, Luftraum, / sie stehen verborgen, mit Gut gesalbt.
nava divo devajanena guptā / navāntarikṣāṇi nava bhūmaya imāḥ | / yasminn idaṃ sarvam otaṃ protaṃ otaṃ emend. Barret; Bhatt. ota- / yasmād anyan na paraṃ kiṃ canāsti ||
Neun Himmel, vom Göttervolk behütet, / neun Lufträume, neun diese Erden; / in dem dies alles eingewoben und durchwoben ist, / außer dem nichts Anderes, Höheres irgend ist.