Mit sieben brennst du fernhin, mit einer [brennst du] herwärts; / du gehst auf die Schmähung zu und drängst sie zurück am guten Tag. / Du [gehst um] den Tṛta(?), du umkreist den Quell, / den tausendströmigen, den [?], den himmelskundigen [?]. / Dein allein, Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; / du erfülle uns mit Vieh von allerlei Gestalt; / gib uns Svadhā (Eigenkraft, Labung) im höchsten Himmelsraum (parame vyoman).
Du bist Indra, du Mahendra, / du Viṣṇu, du Prajāpati; / für dich spannt sich das Opfer aus, / dir opfern die Opfernden. / Dein allein, Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; / du erfülle uns mit Vieh von allerlei Gestalt; / gib uns Svadhā (Eigenkraft, Labung) im höchsten Himmelsraum (parame vyoman).
asati sat pratiṣṭhitaṃ / sati bhūtaṃ pratiṣṭhitam | / bhūtaṃ ha bhavya āhitaṃ / bhavyaṃ bhūte samāhitaṃ / taved viṣṇo bahudhā vīryāṇi | / tvaṃ naḥ pṛṇīhi paśubhir viśvarūpaiḥ / svadhāyaṃ no dhehi parame vyoman ||
Im Nichtseienden ist das Seiende gegründet, / im Seienden das Gewordene gegründet; / das Gewordene ist im Künftigen niedergelegt, / das Künftige im Gewordenen zusammengefügt. / Dein allein, Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; / du erfülle uns mit Vieh von allerlei Gestalt; / gib uns Svadhā (Eigenkraft, Labung) im höchsten Himmelsraum (parame vyoman).
udyate nama udāyate nama uditāya namaḥ | / virāje namaḥ svarāje namaḥ samrāje namaḥ ||
Dem Aufgehenden Verehrung, dem Aufsteigenden Verehrung, dem Aufgegangenen Verehrung. / Dem Virāj Verehrung, dem Svarāj Verehrung, dem Samrāj Verehrung.
astaṃyate namo 'stameṣyate namo 'stamitāya namaḥ | / virāje namaḥ svarāje namaḥ samrāje namaḥ ||
Dem Untergehenden Verehrung, dem Untergehen-Werdenden Verehrung, dem Untergegangenen Verehrung. / Dem Virāj Verehrung, dem Svarāj Verehrung, dem Samrāj Verehrung.
Āditya, ich habe das Schiff bestiegen, / mit hundert Rudern, zum Wohlergehen. / Der Tag soll uns heute hinüberbringen (pīparat), / die Nacht uns ganz (satrā) darüber hinaus übersetzen (pārayāt).
Sūrya, ich habe das Schiff bestiegen, / mit hundert Rudern, zum Wohlergehen. / Die Nacht soll uns heute hinüberbringen, / der Tag uns ganz darüber hinaus übersetzen.
Von Prajāpati bin ich umhüllt, mit Brahman als Panzer, / mit Kaśyapas Licht und Glanz. / Alt geworden (jaradaṣṭi), mit vollbrachter Manneskraft, mächtig, / tausendjährig, wohlgetan möge ich wandeln.
Vom Ṛta behütet und von allen Jahreszeiten, / vom Gewordenen behütet und vom Künftigen bin ich: / nicht sollen mich die göttlichen Pfeile treffen, / noch die menschlichen, die zum Töten losgelassen sind.
Umhüllt bin ich, mit Brahman als Panzer, / mit Kaśyapas Licht und Glanz. / Nicht soll mich das Übel treffen, nicht der Tod; / ich verberge mich [im Innern] mit dem Wasser (der Flut) der Rede [?].
Agni soll mich als Hüter ringsum schützen, / die aufleuchtenden Morgenröten, die festen Berge. / Der aufgehende Sūrya soll die Todesschlingen wegstoßen; / tausend Lebenshauche sollen in mir sich ergötzen.