Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.7 Rückgabe der Braut, Schutz auf dem Brautweg

tubhyam agre pary avahan / sūryāṃ vahatunā saha | / punaḥ patibhyo jāyāṃ dā / agne prajayā saha ||

Dir zuerst führten sie Sūryā herum, / zusammen mit dem Brautzug. / Gib wieder den Gatten die Gattin, Agni, / zusammen mit Nachkommenschaft.

punaḥ patnīm agnir adād / āyuṣā saha varcasā | / dīrghāyur asyā yaḥ patir / jīvāti śaradaḥ śatam ||

Wieder hat Agni die Gattin gegeben, / mit Leben und Glanz. / Langlebig soll ihr Gatte sein, / er soll hundert Herbste leben.

somasya jāyā prathamaṃ / gandharvas te 'paraḥ patiḥ | / tṛtīyo agniṣ ṭe patis / turīyas te manuṣyajāḥ ||

Somas Gattin bist du zuerst, / Gandharva ist dein zweiter Gatte, / der dritte Gatte ist dir Agni, / der vierte ist der von Menschen Geborene.

somo dadad gandharvāya / gandharvo dadad agnaye | / rayiṃ ca putrāṃś cādād / agnir mahyam atho imām ||

Soma gab [sie] an Gandharva, / Gandharva gab [sie] an Agni; / Reichtum und Söhne gab Agni mir, / und auch diese [Frau].

ā vām agan sumatir vājinīvasū / ny aśvinā hṛtsu kāmā araṃsata | / abhūtaṃ gopā mithunā śubhaspatī / priyā aryamṇo duryām̐ aśīmahi ||

Zu euch kam die Gunst, ihr Aśvins, Reichtum an Kraft [Besitzende]; / in den Herzen fanden die Wünsche Ruhe. / Ihr wurdet Hüter, ein Paar, Herren des Glanzes; / mögen wir die lieben Häuser des Aryaman erlangen.

sā mandasānā manasā śivena / rayiṃ dhehi sarvavīraṃ vacasyam | / sugaṃ tīrthaṃ suprapāṇaṃ śubhaspatī / sthāṇuṃ pathiṣṭhām apa durmatiṃ hatam ||

Sie, mit gutem Sinn erfreut, / verleihe Reichtum, allmännlich, rühmenswert. / Guten Zugang, Furt, gute Tränke [schafft], ihr Herren des Glanzes; / den Baumstumpf am Weg und den Übelsinn schlagt weg.

apa rakṣāṃsy apa durmatiṃ hataṃ / śubhaspatī vahator yāto asmāt | / purogavo jayan rakṣāṃsy agne / kṣetravit pūrvo vi mṛdho nudasva ||

Weg mit den Rakṣas, weg mit dem Übelsinn schlagt ihr, / Herren des Glanzes; aus dem Brautzug ist [er] von uns fortgegangen. / Als Vorangehender die Rakṣas besiegend, Agni, / treibe du als Kenner des Feldes zuerst die Feinde weg.

yā oṣadhayo yā nadyo / yāni kṣetrāṇi yā vanā | / te tvā vadhu prajāvatīṃ / patye rakṣantu rakṣasaḥ ||

Die Pflanzen, die Flüsse, / die Felder, die Wälder: / sie sollen dich, Braut, die Kinderreiche, / für den Gatten vor den Rakṣas schützen.

emaṃ panthām aganma / sugaṃ svastivāhanam | / yatra vīro na riṣyaty / anyeṣāṃ vindate vasu ||

Auf diesen Weg sind wir gelangt, / den gut gangbaren, heilbringenden, / auf dem der Held nicht zu Schaden kommt / und das Gut anderer gewinnt.

idaṃ su me naraḥ śṛṇuta / yayāśiṣā dampatī vāmam aśnutaḥ | / ye gandharvā apsarasaś ca devīr Bhatt. aspara-, misprint / eṣu vānaspatyeṣv adyādhi tasthuḥ | / syonās te asyai vadhvai bhavantu / mā hiṃsiṣur vahatum uhyamānam ||

Hört dies von mir, ihr Männer: / mit welchem Segenswunsch das Ehepaar Schönes erlangt. / Die Gandharvas und die göttlichen Apsarasen, / die heute auf diesen Bäumen sich niedergelassen haben: / freundlich sollen sie dieser Braut sein, / sie sollen den gefahrenen Brautzug nicht verletzen.