Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.80 Speisen für die Väter; Dakṣiṇā und Streu

sam indhate amartyaṃ / havyavāhaṃ ghṛtapriyam | / sa veda nihitān nidhīn / pitṝn parāvato gatān ||

Man entzündet den Unsterblichen, / den Opferbringer, schmalzliebenden. / Er kennt die niedergelegten Schätze, / die Väter, die in die Ferne gegangen sind.

yaṃ te manthaṃ yaṃ kalambhaṃ / yam odanaṃ yan māsaṃ nipṛṇāmi te | Bhatt. nipṛṇāma* / te te santu svadhāvanto / madhamanto ghṛtaścutaḥ ||

Den Rührtrank (mantha), den Kalambha [?], den Reisbrei, das Fleisch, / was ich dir darbringe: / die sollen dir svadhā-reich sein, / honigreich, schmalztriefend.

sarasvatīṃ yāṃ sukṛto havante / dakṣiṇā yajñam abhinakṣamāṇāḥ | / sahasrāyor mainān atra parā dā / dīrgham eṣām āyuṣ kṛṇu viśvarūpe ||

Sarasvatī, die die Rechtschaffenen anrufen, / die Dakṣiṇās, das Opfer erreichend: / [du] Tausendjährige [?], gib diese nicht hier weg; / mache ihr Leben lang, Allgestaltige.

idaṃ pūrvam aparaṃ niyānaṃ / yena te pūrve pitaraḥ paretāḥ | / purogavā ye abhiśāco asya Bhatt. abhiśā(⟨ ṣā)co / te tvā vahantu sukṛtām ulokam ||

Dies ist der frühere und spätere Weg, / auf dem deine früheren Väter dahingegangen sind. / Die Vorreiter, die Mitgänger dieses [Weges]: / die sollen dich zur Welt der Wohltäter tragen.

pṛthivīṃ tvā pṛthivyām ā veśayāmi / devo no dhātā savitāty āyuḥ | / parāpuraitā vasuvid vo astv Bhatt. purī(⟨ rai)tā / adhā mṛtaiḥ pitaraḥ saṃ bhavātha ||

Ich lasse dich die Erde in die Erde eingehen; / Gott Dhātar, Savitar [sei] uns über das Leben hinaus [?]. / Der Alt-Gehende [?] sei euch der Güterfinder; / dann sollt ihr euch mit den toten Vätern vereinen.

eyam agan dakṣiṇā bhadrato no / anena dattā sudughā vayodhāḥ | Bhatt. vayodhā(ḥ) / yauvane jīvām̐ api pṛñcatī jarā Bhatt. (jarā) / parā pitṛbhya upa saṃ parāṇayāt ||

Diese Dakṣiṇā ist gekommen, von der Glückseite zu uns, / von diesem gegeben, gut melkend, Lebenskraft spendend. / In der Jugend auch die Lebenden verbindend, [soll] das Alter / [sie] hinweg zu den Vätern hin führen [?].

ā pra cyavethām apa taṃ nudethāṃ / yad vām abhibhā atroduḥ | / arvāñ cāvetam aghnyau tad vaśīyo / dātre pitṛṣv iha bhojanau mama ||

Kommt her, ihr beiden, und stoßt den fort, / den euch hier die Bedränger [?] ... [?]. / Hierher kommt, ihr beiden Unantastbaren; das ist besser: / dem Geber bei den Vätern hier, mir Nahrung.

idaṃ pitṛbhyaḥ pra harāmi barhir / jīvaṃ devebhya uttaraṃ stṛṇāmi | / tad ā roha puruṣo medhyo bhavan / prati tva jānantu pitaraḥ paretam ||

Diese Streu bringe ich den Vätern dar; / das Lebende breite ich oben für die Götter. / Besteige dies, du Mensch, opferrein werdend; / die Väter sollen dich, den Hingegangenen, erkennen.

evaṃ barhir asado medhyo bhavan / prati tva jānantu pitaraḥ paretam | / yathāparu tanvaṃ saṃ bharasva / gātrāṇi te brahmaṇā kalpayāmi ||

So hast du dich auf die Streu gesetzt, opferrein werdend; / die Väter sollen dich, den Hingegangenen, erkennen. / Sammle deinen Leib Glied um Glied zusammen; / deine Glieder füge ich durch Brahman zusammen.

parṇo rājāpidhānaṃ carūṇām / ūrjo balaṃ saha ojo na āgan | / āyur jīvebhyo vidadhad / dīrghayutvāya śataśāradāya ||

Das Parṇa[-holz] ist der König, der Deckel der Breitöpfe; / Kraft des Saftes, Stärke, Macht kam zu uns. / Leben den Lebenden gebend, / zu langer Lebensdauer, zu hundert Herbsten.