Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.5 Handergreifung und Bekleidung der Braut

samrājñy edhi śvaśureṣu / samrājñy uta śvaśruvām | / nanānduḥ samrājñy edhi / samrājñy uta devṛṣu ||

Oberherrin sei über die Schwiegerväter, / Oberherrin auch über die Schwiegermütter; / Oberherrin sei über die Schwester des Gatten, / Oberherrin auch über die Schwäger.

yā akṛntann avayan yāś ca tatnire Bhatt. avayaṃ / yā devīr antām̐ abhito 'dadanta | Bhatt. antāṃ / tās tvā jarase saṃ vyayantv / āyuṣmatīdaṃ pari dhatsva vāsaḥ ||

Die [Göttinnen], die schnitten, webten und ausspannten, / die göttlichen, die ringsum die Enden gaben: / die sollen dich einhüllen bis ins Alter. / Langlebige, lege dieses Gewand an.

jīvaṃ rudanti vi nayanty adhvaraṃ / dīrghām anu prasitiṃ dīdhiyur naraḥ | / vāmaṃ pitṛbhyo ya idaṃ samīrire / mayaḥ patibhyo janaye pariṣvaje ||

Um den Lebenden weinen sie, sie führen die Feier auseinander; / den langen Strang entlang sinnen die Männer, / die dieses den Vätern [als] Schönes, den Gatten [als] Freude / zum Zeugen und Umarmen zusammengebracht haben.

dhruvaṃ syonaṃ prajāyai te dhārayāmy / aśmānaṃ devyāḥ pṛthivyā upasthe | / tam ā rohānumādyā suvīrā / dīrghaṃ ta āyuḥ savitā kṛṇotu ||

Fest und angenehm für deine Nachkommenschaft lege ich / den Stein in den Schoß der göttlichen Erde. / Besteige ihn, Fröhliche, mit guten Söhnen; / langes Leben soll dir Savitar machen.

devas te savitā hastaṃ gṛhṇātu / somo rājā suprajasaṃ kṛṇotu | / agniḥ subhagāṃ jātavedāḥ / patyā patnīṃ jaradaṣṭiṃ kṛṇotu ||

Der Gott Savitar fasse deine Hand; / König Soma mache dich reich an Nachkommen; / Agni Jātavedas [mache dich] glücklich; / durch den Gatten mache er die Gattin bis ins Greisenalter [lebend].

gṛhṇāmi te saubhagatvāya hastaṃ / mayā patyā jaradaṣṭir yathāsaḥ | / bhago aryamā savitā purandhir / mahyaṃ tvādur gārhapatyāya devāḥ ||

Ich fasse deine Hand zum Glück; / mit mir als Gatten sollst du alt werden. / Bhaga, Aryaman, Savitar, Purandhi, / die Götter, haben dich mir zur Hausherrschaft gegeben.

yenāgnir asyā bhūmyā / hastaṃ jagrāha dakṣiṇam | / tena gṛhṇāmi te hastaṃ / mā vyathiṣṭhā mayā saha ||

Womit Agni dieser Erde / die rechte Hand ergriff, / damit fasse ich deine Hand; / sei nicht bang mit mir.

dhātā te hastam agrahīt / savitā hastam agrahīt | / bhagas te hastam agrahīd / aryamā hastam agrahīt | / patnī tvam asi dharmaṇā- / -ahaṃ gṛhapatis tava ||

Dhātar hat deine Hand ergriffen, / Savitar hat deine Hand ergriffen, / Bhaga hat deine Hand ergriffen, / Aryaman hat deine Hand ergriffen. / Gattin bist du nach dem Gesetz; / ich bin dein Hausherr.

mameyam astu poṣyā / mahyaṃ tvādād bṛhaspatiḥ | / mayā patyā prajāvatī / saṃ jīva śaradaḥ śatam ||

Mein soll diese sein, zu nähren; / dir hat mich Bṛhaspati gegeben. / Mit mir als Gatten, kinderreich, / lebe hundert Herbste.

tvaṣṭā vāso vy adadhāc chubhe kaṃ / bṛhaspateḥ praśiṣā kavīnām | / tenemāṃ nārīṃ savitā bhagaś ca / sūryām iva pari dhattāṃ prajāyai ||

Tvaṣṭar hat das Gewand angelegt zum Glanz, / auf Geheiß des Bṛhaspati, der Dichter. / Damit sollen Savitar und Bhaga diese Frau / wie Sūryā zur Nachkommenschaft bekleiden.