Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.18 Rohita-Hymnus: Sieg über Nebenbuhler, Aufstieg der Sonne

avācīnān ava jahi- / -indra vajreṇa bāhumān | / adhā sapatnān mamakān / agnes tejobhir ā dade ||

Die Abwärtsgewandten schlage nieder, Indra, mit dem Vajra, du Armstarker! / Dann nehme ich meine Nebenbuhler / mit den Glutkräften Agnis an mich.

udyan tvaṃ deva sūrya / sapatnān me +'dharān kṛṇu | Bhatt. medharāṃ (⟨ rān) / avainān aśmanā jahi Bhatt. aśmi(⟨ śma*)nā / te yantv adhamaṃ tamaḥ ||

Aufgehend, Gott Sūrya, mache meine Nebenbuhler zu den Niedrigeren; / schlage sie dann mit dem Stein nieder; / in die unterste Finsternis sollen sie gehen.

vatso virājo vṛṣabho matīnām / ā ruroha śukrapṛṣṭho 'ntarikṣam | / ghṛteṇārkam abhy arcanti vatsaṃ / brahma santaṃ brahmaṇā vardhayantu ||

Das Kalb der Virāj, der Stier der Gebete, / stieg hinauf in den Luftraum, der Hellrückige. / Mit Schmelzbutter besingen sie das Kalb mit dem Lied; / das Brahman, das (schon) ist, sollen sie durch das Brahman stärken.

divaṃ ca roha pṛthivīṃ ca roha / rāṣṭraṃ ca roha draviṇaṃ ca roha | / prajāṃ ca rohāmṛtaṃ ca roha / rohitena tanvaṃ saṃ spṛśasva ||

Steige zum Himmel auf und steige zur Erde auf, / steige zur Herrschaft auf und steige zum Reichtum auf; / zur Nachkommenschaft steige auf und zur Unsterblichkeit steige auf; / mit Rohita berühre [deinen] Leib.

ye devā rāṣṭrabhṛto / 'bhito yanti sūryam | / tebhiṣ ṭe rohitaḥ saṃvidāno / rāṣṭraṃ dadhātu sumanasyamānaḥ ||

Die Götter, die Träger der Herrschaft, / die ringsum zur Sonne hin gehen — / mit diesen einträchtig soll Rohita dir / die Herrschaft verleihen, wohlgesinnt.

ut tvā yajñā brahmapūtā vahanty / adhvagato harayas tvā vahanti | / tiraḥ samudram ati rocase 'rṇavam ||

Empor tragen dich die vom Brahman geläuterten Opfer; / auf dem Weg gehend tragen dich die Falben. / Über das Meer hinweg, über die Flut hinweg leuchtest du.

rohite dyāvāpṛthivī adhi śrite Bhatt. rohito (⟨ te*) / vasujiti gojiti saṃjiti saṃdhanājiti | / sahasraṃ yasya draviṇāni sapta ca / voceyaṃ te nābhiṃ bhuvanasyādhi majmani || Bhatt. voca(⟨ ce)yante

Rohita, an dem Himmel und Erde sich stützen — [er ist] Gütergewinner, Rindergewinner, Zusammengewinner, Reichtumgewinner; / tausend sind seine Schätze und sieben dazu: / ich möchte dir verkünden den Nabel der Welt auf dem Gipfel [seiner] Größe.

yaśā yāsi pradiśo diśo 'nu / yaśāḥ paśūnām uta carṣaṇīnām | / yaśāḥ pṛthivyā adityā upasthe / 'ham asmi saviteva cāruḥ ||

Als Ruhm gehst du durch die Himmelsrichtungen und Zwischenrichtungen; / Ruhm bei den Tieren und bei den Menschen [wirst du]; / Ruhm im Schoß der Erde und der Aditi: / ich bin wie Savitar, strahlend schön.

amutra sann iha vettha- / -iha san tāni paśyati | / itaḥ paśyanti rocanaṃ / divi sūryaṃ vipaścitam ||

Dort seiend, weißt du das Hiesige; / hier seiend sieht man jenes. / Von hier aus sehen sie das Leuchtende, / im Himmel die Sonne, die Weise.

devo devam arcayaty / antaś caraty arṇave | / samānam agnim indhate / taṃ viduḥ kavayaḥ pare ||

Ein Gott ehrt den Gott, / er bewegt sich im Meer; / dasselbe Feuer entzünden sie; / ihn kennen die anderen Seher.