Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.65 Wünsche für den Verstorbenen

ye yudhyante pradhaneṣu / śūrāso ye tanūtyajaḥ | / ye vā sahasradakṣiṇās / taṃś cid evāpi gacchatāt ||

Die in den Kämpfen streiten, / die Helden, die ihren Leib preisgeben, / oder die Tausend-Geschenke-Geber: / zu ihnen geh.

syonāsmai pṛthivī bhava- / -anṛkṣarā niveśinī | / yacchāsmai śarma saprathāḥ || Bhatt. saprathā(ḥ)

Sei ihm angenehm, Erde, / dornenlos, aufnehmend; / gib ihm Schirm, weit ausgedehnt.

asaṃbādhe pṛthivyā Bhatt. -vādhe / urau loke mahīyate | / svadhā yāś cakṛṣe jīvaṃ / tās te santu madhuścutaḥ ||

In der Ungedrängtheit der Erde, / in weiter Welt wird er groß. / Die Svadhā-Spenden, die du für den Lebenden bereitet hast, / sollen dir honigtriefend sein.

hvayāmi te namasā ma / imaṃ gṛham upa jujuṣāṇa ehi | / saṃ gacchasva pitṛbhir yac ca dattaṃ / syonās tvā vātā upa vāntu śagmāḥ ||

Ich rufe dich mit Verehrung: / komm wohlwollend zu diesem meinem Haus. / Vereine dich mit den Vätern und mit dem, was gegeben ist; / angenehme, heilsame Winde sollen dir zuwehen.

ā tvā vahantu maruta / udavāhā udaplutaḥ | / ajena kṛṇvantaḥ śītaṃ / varṣeṇo yantu bāl iti ||

Dich sollen die Maruts herbeiführen, / die Wasser-Führer, Wasser-Schwimmer, / durch den Bock Kälte schaffend; / mit Regen sollen sie kommen: „bāl!“ (Schallwort) [?].

ud ahvam āyur āyuṣe / kratve dakṣāya jīvase | / svāṅ gacchatu te mano / adhā pitṝn api drava ||

Ich habe das Leben zum Leben heraufgerufen, / zu Einsicht, Tüchtigkeit, zum Leben. / Zu dem Eigenen soll dein Sinn gehen; / dann laufe zu den Vätern.

mā te mano māsur / aṅgānāṃ mā ramaś ca te | / mā te hāsta tanvaḥ kiṃ caneha ||

Nicht [verlasse] dich dein Sinn, nicht der Lebenshauch, / nicht [die Kraft] der Glieder, noch deine Ruhe; / nichts von deinem Leib soll dich hier verlassen.

mā vṛkṣaḥ saṃ bādhiṣṭa / mā devī pṛthivī mahī | / lokaṃ pitṛṣu vittvā- / -edhasva yamarājasu ||

Nicht soll dich der Baum bedrängen, / nicht die göttliche Erde, die Große. / Einen Platz unter den Vätern gefunden habend, / gedeihe bei den Yama-Königen.

yat te aṅgaṃ vinihitaṃ parācair / apānaḥ prāṇo ya u te paretaḥ | / yat te saṃgatya pitaraḥ sanīḍā / ghāse ghāsam ā sādayantu ||

Was an deinem Glied getrennt niedergelegt ist durch Weggewandte, / der Apāna, der Prāṇa, der dir fortgegangen ist: / das sollen die Väter, einträchtig zusammenkommend, / Bissen für Bissen bei der Mahlzeit [dir] wieder einsetzen [?].

apemaṃ jīvā arudhan gṛhebhyas / taṃ nir ūhata pari grāmād itaḥ | / mṛtyo yamasyāsi dūtaḥ pracetā / asūn pitṛbhyo gamayāṃ cakartha ||

Die Lebenden haben ihn aus den Häusern ausgeschlossen; / führt ihn von hier aus dem Dorf hinaus. / Tod, du bist Yamas Bote, ein Wissender; / die Lebenshauche hast du zu den Vätern gehen lassen.