Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.66 Vertreibung der Dasyus; Yama und die Väter

ye dasyavaḥ pitṛṣu praviṣṭā / jñātimukhā ahutādaś caranti | / parāpuro nipuro ye caranti / tān asmād yajñāt pra dhamantu devāḥ ||

Die Dasyus, die unter die Väter eingedrungen sind, / mit dem Gesicht von Verwandten, Nicht-Opfer-Fresser, die umherwandeln, / die Parāpura, Nipura, die umherwandeln – / diese sollen die Götter von diesem Opfer wegblasen.

saṃ viśantv iha pitaraḥ svā naḥ / syonaṃ kṛṇvantu pratiranta āyuḥ | / tebhyaḥ śakema haviṣā yakṣamāṇā / jyog jīvantaḥ śaradaḥ purūcīḥ ||

Sie sollen hier eingehen, unsere eigenen Väter; / Behagen sollen sie bereiten, das Leben verlängernd. / Für sie mögen wir vermögen, mit Opferspende opfernd, / lebend viele volle Herbste lang.

yāṃ te dhenuṃ nigṛṇāmi / yaṃ vā te kṣīra odanam | / tenā janasyāsau bhartā / yo 'trāsad ajīvanaḥ ||

Welche Milchkuh ich dir zuspreche [?], / oder welchen Milchreisbrei (kṣīra odana) für dich – / damit soll der da der Ernährer der Leute sein, / der hier ohne Lebensunterhalt war [?].

aśvāvatīṃ pra tara yā suśevā / ṛkṣīkāṃ vā prataraṃ navīyaḥ | / yas tvā jaghāna vadhyaḥ so astu / mā so anyad vidata bhāgadheyam ||

Die rossreiche [Furt/Strömung?], die gar heilsame, überschreite, / oder die Ṛkṣīkā [?], weiter hinüber, zu Neuerem. / Wer dich erschlagen hat, der soll der zu Tötende sein; / er soll kein anderes Los (bhāgadheya) finden.

yamaḥ parastād avaro vivasvān / tataḥ paro nāti paśyāmy anyat | / yame adhvaro adhi me niviṣṭo / bhuve vivasvān anvātatāna ||

Yama [ist] weiter hinaus, Vivasvat unten (diesseits); / darüber hinaus sehe ich nichts anderes. / In Yama ist mein Opfer (adhvara) gegründet; / zum Sein hat sich Vivasvat [zu mir] ausgespannt [?].

apāgūhann amṛtāṃ martyebhyaḥ / kṛtvī suparṇām adadhur vivasvate | / utāśvināv abharad yat tad āsīd / ajahād u dvā mithunā saraṇyūḥ ||

Sie versteckten die Unsterbliche vor den Sterblichen, / eine Ähnliche [Suparṇā?] machend gaben sie [sie] dem Vivasvat, / und die Aśvins hat sie getragen, was damals war; / und Saraṇyū verließ die beiden Zwillinge (mithunā) [?].

ye nikhātā ye paroptā / ye dagdhā ye coddhitāḥ | / sarvāṃs tān agna ā vaha / pitṝn haviṣe attave ||

Die vergraben, die hingeworfen, / die verbrannt, die ausgesetzt sind: / alle diese, Agni, bringe herbei – / die Väter zum Verzehren der Opferspende.

ye ceha pitaro ye ceha na / yāṃś ca vidma yām̐ u ca na pravidma | / tvaṃ vettha yadi te jātavedaḥ / svadhābhir yajñaṃ sukṛtaṃ juṣantām ||

Die Väter, die hier sind, und die nicht hier sind, / die wir kennen und die wir nicht kennen – / du weißt, wie viele sie sind, Jātavedas; / mit Svadhā-Spenden sollen sie das gut bereitete Opfer genießen.

śaṃ tapa māti tapo / agne mā tanvaṃ tapaḥ | / vaneṣu śuṣmo astu te / pṛthivyām astu yad dharaḥ ||

Wärme heilsam, brenne nicht darüber hinaus, / Agni, brenne nicht den Leib. / In den Wäldern sei deine Kraft, / auf der Erde sei, was Glut ist.

dadāmy asmā avasānam etad / ya eṣa āgan mama ced abhūd iha | / yamaś cikitvān praty etad āha / mamaiṣa rāya upa tiṣṭhatām iha ||

Ich gebe diesem diese Ruhestatt, / der da gekommen ist, [und] wenn er hier mein geworden ist. / Yama, der Wissende, hat darauf geantwortet: / „Dieser soll zu meinem Reichtum hier gehören.“