Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.15 Rohita: Erhebung zur Königsherrschaft

udehi vājin yo 'psv antar / idaṃ rāṣṭraṃ pra viśa sūnṛtāvat | / yo rohito viśvam idaṃ jajāna / sa tvā rāṣṭrāya subhṛtaṃ pipartu || Bhatt. piparttu

Steh auf, Vājin, der du in den Wassern bist; / tritt in dieses Reich ein, mit Wahrhaftigkeit. / Rohita, der dieses All erzeugt hat: / der soll dich für das Reich wohlgetragen erfüllen.

ud vāja āgan yo 'psv antar / viśa ā roha tvadyonayo yāḥ | / somaṃ dadhāno 'pa oṣadhīr gāś / catuṣpado dvipada ā veśayeha ||

Kraft (Vāja) ist aufgestanden, der in den Wassern ist; / steige zu den Stämmen hinauf, die dich zum Ursprung haben. / Soma tragend, die Wasser, Pflanzen, Rinder, / Vierfüßer, Zweifüßer lass hier einziehen.

yūyam ugrā marutaḥ pṛśnimātara / indreṇa yujā pramṛṇīta śatrūn | / ā vo rohitaḥ śṛṇavat sudānavas / triṣaptā marutaḥ svādusaṃmudaḥ ||

Ihr, wilde Maruts, Söhne der Pṛśni, / zerschmettert mit Indra als Genossen die Feinde. / Zu euch komme Rohita hörend, ihr Freigebigen, / dreimal sieben Maruts, süß erfreuende.

ruho ruroha rohita ā ruroha / garbho janīnāṃ januṣām upastham | / tābhiḥ saṃrabdho anv avindat ṣaḍ urvīr / gātuṃ prapaśyann iha rāṣṭram āhāḥ ||

Der Aufsteiger stieg auf, Rohita stieg hinauf, / Leibesfrucht der Frauen, in den Schoß der Geburten. / Mit ihnen verbunden fand er die sechs Weiten; / den Weg schauend brachtest du das Reich hierher.

ā te rāṣṭram iha rohito 'hār / mṛdho vy āsthad abhayaṃ te abhūt | / tasmai te dyāvāpṛthivī revatībhiḥ / kāmaṃ duhatām iha śakvarībhiḥ ||

Zu dir hat Rohita das Reich hier gebracht, / hat die Feinde auseinandergestellt; Furchtlosigkeit ist dir geworden. / Für ihn sollen dir Himmel und Erde / mit reichen, kraftvollen [Spenden] hier Wunsch melken.

rohito dyāvāpṛthivī jajāna / taṃ tantuṃ parameṣṭhī tatāna | / tatra śiśriye 'ja ekapād / adṛṃhad dyāvāpṛthivī balena || Bhatt. adṛṃha(d)

Rohita erzeugte Himmel und Erde; / diesen Faden spannte Parameṣṭhin. / Darin stützte sich der Ungeborene, Einfüßige; / er befestigte Himmel und Erde mit Kraft.

rohito dyāvāpṛthivī adṛṃhat / tena sva stabhitaṃ tena nākaḥ | / tenāntarikṣaṃ vimitā rajaṃsi / tena devā amṛtam anv avindan ||

Rohita befestigte Himmel und Erde; / durch ihn ist der Sonnenraum gestützt, durch ihn das Firmament; / durch ihn sind die Räume des Luftraums ausgemessen; / durch ihn haben die Götter Unsterblichkeit erlangt.

vi rohito amṛśad viśvarūpaṃ / samākṛṇvānaḥ praruho ruhaś ca | / divaṃ rūḍhvā mahatā mahimnā / saṃ te rāṣṭram anaktu payasā ghṛtena ||

Rohita berührte das Vielgestaltige, / Aufwuchs und Gewächs zusammenmachend. / Nachdem er mit großer Größe den Himmel bestiegen hat, / soll er dein Reich mit Milch und Ghee salben.

yās te ruhaḥ praruho yās ta āruho / yābhir āpṛṇāsi divam antarikṣam | / tāsāṃ brahmaṇā payasā vāvṛdhāno / viśi rāṣṭre jāgṛhi rohitasya || Bhatt. visi (⟨ viśi)

Deine Sprosse, Aufsprosse, deine Aufstiege, / mit denen du Himmel und Luftraum erfüllst: / durch sie, erstarkend mit Brahman und Milch, / wache im Stamm, im Reich Rohitas.

yās te viśas tapasaḥ saṃbabhūvur / vatsaṃ gāyatrīm anu tā ihāguḥ | / tās tvā viśantu manasā śivena Bhatt. tās tā / saṃmātā vatso abhy eti rohitaḥ ||

Deine Stämme, die aus Askese entstanden sind, / zum Kalb, zur Gāyatrī, sind jene hierher gekommen. / Sie sollen dich mit freundlichem Sinn betreten; / mit der Mutter vereint kommt das Kalb Rohita heran.