Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.60 Anrufungen an Himmel und Erde, Indra, Rudra

arcāmi vāṃ vardhāyāpo ghṛtasnū Bhatt. varcā(⟨ rdhā)yāpo / dyāvābhūmi śṛṇutaṃ rodasī me | / ahā yad devā asunītim āyan / madhvā no atra pitarā śaśītām ||

Ich preise euch beide zur Stärkung [eures] Werkes [?], ihr Ghee-Triefenden, / Himmel und Erde, hört mich, ihr beiden Welten. / Als die Götter am Tag zur [Lebens-]Führung (asunīti) kamen, / sollen uns hier die beiden Eltern mit Honig [nähren/schärfen].

svāvṛg devasyāmṛtaṃ yadī gor / ato jātāso dhārayanta urvī | / viśve devā anu tat te yajur gur / duhe yad enī divyaṃ ghṛtaṃ vāḥ ||

Das Unsterbliche des Gottes, das eigenwillig sich wendet [?], wenn der Kuh: / daher Entstandene halten die beiden Weiten. / Alle Götter sind diesem deinem Spruch (yajus) gefolgt, / wenn die Bunte (enī) himmlisches Ghee/Wasser melkt.

kiṃ svin no rājā jagṛhe kad asya- / -ati vrataṃ cakṛmā ko vi veda | / mitraś cid dhi ṣmā juhurāṇo devān / śloko na yātān api vājo asti ||

Was hat uns der König ergriffen? Welche seiner Ordnung haben wir übertreten? Wer weiß es? / Mitra, ja, der die Götter krümmend/täuschend [?] ..., / wie ein Ruf (śloka) [gilt?] auch für die Wanderer, Kraft (vāja) ist da [?].

durmantv atrāmṛtasya nāma / salakṣmā yad viṣurūpā bhavāti | / yamasya yo manavate sumantv / agne tam ṛṣva pāhy aprayucchan ||

Bösgesinnt (durmantu) ist hier der Name des Unsterblichen, / wenn die Gleichgezeichnete (salakṣmā) fremdgestaltig wird. / Wer an Yama denkt als Wohlgesinnter – / Agni, den schütze, Erhabener, unversehrt/unnachlässig.

yasmin devā vidathe mādayante / vivasvataḥ sadane dhārayante | / sūrye jyotir adadhur māsy aktūn / pari tad dyotanaṃ carato ajasrā ||

Bei dem (Opfer) die Götter in der Versammlung sich berauschen, / im Wohnsitz des Vivasvat sich halten; / in die Sonne haben sie Licht gesetzt, in den Mond die Nächte; / darum umkreisen die beiden das Leuchten, unermüdlich.

yasmin devā manmani saṃcaranty / apācye tye na vayam asya vidma | / mitro no atrāditir anāgān / savitā devo varuṇāya vocat ||

In dessen Denken die Götter zusammen wandeln, / im Entlegenen (apācya) – jene [Götter], wir kennen ihn nicht [?]. / Mitra, Aditi, der Schuldlose, / der Gott Savitṛ sollen [es] dem Varuṇa sagen.

sakhāya ā śiṣāmahe / brahmendrāya vajriṇe | / stuṣa ū ṣu nṛtamāya dhṛṣṇave ||

Als Freunde wollen wir [es] herbeiwünschen: / ein Brahman für Indra, den Keulenträger. / Preise doch den Männlichsten, den Kühnen.

śavasā hy asi śruto / vṛtrahatyena vṛtrahā | / maghair maghono ati śūra dāsasi ||

Durch Stärke bist du berühmt, / als Vṛtra-Tötung ein Vṛtra-Töter; / mit Gaben [übertriffst du] die Gabenherren, Held, du beschenkst [sie] [?].

stego na kṣām aty eṣi pṛthivīṃ / mahī nu vātā ihā vāntu bhūmau | / mitro no atra varuṇo ajyamāno / 'gnir vane na vy asṛṣṭa śokam ||

Wie ein stega [?] gehst du über die Erde hinweg; / die großen Winde sollen hier auf der Erde wehen. / Mitra und Varuṇa hier, [mit Ghee] gesalbt, / Agni hat wie im Wald die Glut ausgebreitet.

stuhi śrutaṃ gartasadaṃ janānāṃ / rājānaṃ bhīmam upahatnum ugram | / mṛḍā jaritre rudra stavāno / anyaṃ te asman ni vapantu senyam ||

Preise den berühmten, im Wagenkasten (garta) Sitzenden, unter den Menschen, / den König, den furchtbaren, Angreifer, gewaltigen. / Sei gnädig dem Sänger, Rudra, [du] Gepriesener; / einen anderen als uns soll dein Heer/Geschoss niederstrecken (ni vapantu).