Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.63 Yama, die Aṅgiras und der Verstorbene

aṅgiraso naḥ pitaro navagvā / atharvāṇo bhṛgavaḥ somyāsaḥ | / teṣāṃ vayaṃ sumatau yajñiyānām / api bhadre saumanase syāma ||

Die Aṅgiras, unsere Väter, die Navagvas, / Atharvans, Bhṛgus, Somaberechtigten: / in der Gunst dieser Opferwürdigen möchten wir sein, / auch in [ihrem] glücklichen Wohlwollen (saumanasa).

aṅgirobhir yajñiyair ā gahīha / yama vairūpair iha mādayasva | / vivasvantaṃ huve yaḥ pitā te / asmin yajñe barhiṣy ā niṣadya || Bhatt. varhiṣy

Mit den opferwürdigen Aṅgiras komm hierher, / Yama; mit den Vairūpas berausche dich hier. / Ich rufe Vivasvat, der dein Vater ist – / [komm] und setze dich nieder auf diesem Opfer, dieser Streu.

imaṃ yama prastaram ā hi sīda- / -aṅgirobhiḥ pitṛbhiḥ saṃvidānaḥ | / ā tvā mantrāḥ kaviśastā vahanty / enā rājan haviṣo mādayasva ||

Setze dich, Yama, auf diese Streu, / im Einklang mit den Aṅgiras, den Vätern. / Dich sollen die von den Sehern gepriesenen Mantras herbeifahren; / hiermit, König, berausche dich an der Opferspende.

yamāya somaṃ sunuta / yamāya juhutā haviḥ | / yamaṃ ha yajño gacchatv / agnidūto araṃkṛtaḥ ||

Für Yama presst Soma, / für Yama opfert die Opferspende. / Zu Yama soll das Opfer gehen, / mit Agni als Boten, wohl zugerüstet.

yamāya ghṛtavad dhavir / juhotā pra ca tiṣṭhata | / sa no jīveṣv ā yamad Bhatt. yama(d) / dīrgham āyuṣ yad īyase ||

Für Yama opfert die ghee-haltige Spende / und tretet vor. / Er soll uns unter den Lebenden ein langes Leben verlängern, / wenn du [zu ihm] kommst [?].

yamāya madhumattamaṃ / rājñe havyaṃ juhotana | / idaṃ nama ṛṣibhyaḥ pūrvajebhyaḥ / pūrvebhyaḥ pathikṛdbhyaḥ ||

Für Yama, den König, opfert das honigsüßeste Opfergut. / Diese Verehrung den Ṛṣis der Vorzeit, / den früheren, den Wegebahnern.

trikadrukebhiḥ patati / ṣaḍ urvīr ekam id bṛhat | / triṣṭub gāyatrī chandāṃsi / sarvā tā yama ārpitā ||

Mit den Trikadrukas fliegt [er] / die sechs Weiten, das eine Große [?]: / Triṣṭubh, Gāyatrī, die Metren – / alles das ist in Yama niedergelegt.

mainam agne vi daho mā vi śoco / māsya tvacaṃ cakṣuṣo mā śarīram | / yadā śṛtaṃ kṛṇavo jātavedo / 'them enaṃ pra hiṇutāt pitṛbhyaḥ ||

Verbrenne ihn nicht, Agni, lass ihn nicht auseinanderglühen, / nicht seine Haut, nicht sein Auge, nicht den Leib; / wenn du ihn gar gemacht hast, Jātavedas, / dann schicke ihn zu den Vätern.

śṛtaṃ yadā karasi jātavedo / 'them enaṃ pari dattāt pitṛbhyaḥ | / yadā gacchāty asunītim eṣo / 'thā devānāṃ vaśanīr bhavāti ||

Wenn du ihn gar machst, Jātavedas, / dann übergib ihn den Vätern. / Wenn er zu dieser Führung (asunīti) gelangt, / dann wird er den Göttern gefügig.

sūryaṃ cakṣur gacchatu / vātam ātmā divaṃ ca gaccha / pṛthivīṃ ca dharmaṇā | / apo vā gaccha yadi tatra te hitam / oṣadhīṣu prati tiṣṭhā śarīraiḥ ||

Zur Sonne gehe [dein] Auge, / zum Wind der Atem (ātman), zum Himmel geh / und zur Erde nach dem Gesetz (dharma); / oder zu den Wassern geh, wenn dort dein Heil ist; / in den Pflanzen stelle dich fest hin mit [deinen] Gliedern.