Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.75 Vereinigung mit den Vätern; Bitte um Leben

saṃ gacchasva pitṛbhiḥ saṃ yamena- Bhatt. pitṛmiḥ (misprint) / -iṣṭāpūrtena parame vyoman | / hitvāvadyaṃ punar astam ehi Bhatt. hitvā vāvadyaṃ / saṃ gacchasva tanvā suvarcāḥ ||

Vereine dich mit den Vätern, mit Yama, / mit dem Geopferten und Gespendeten (iṣṭāpūrta) im höchsten Himmelsraum; / den Fehler zurücklassend, geh wieder heim; / vereine dich mit einem Leib, glanzvoll.

ye agnidagdhā ye 'nagnidagdhā / madhye divaḥ svadhayā mādayante | Bhatt. divaḥ(ḥ) / tebhyaḥ svarāḍ asunītim etāṃ / yathāvaśaṃ tanvaṃ kalpayāti ||

Die vom Feuer Verbrannten und die nicht vom Feuer Verbrannten, / die in der Mitte des Himmels mit Svadhā sich laben: / für sie soll der Selbstherrscher (svarāṭ) diesen Lebensgeist / nach Wunsch einen Leib bereiten.

ā rabhasva jātavedas / tejasvad dharo astu te | Bhatt. tejasva(d) / śarīram asya saṃ daha- Bhatt.daha athainaṃ (without sandhi) / -athainaṃ dhehi sukṛtām uloke ||

Pack an, Jātavedas; / glühend soll deine Hitze sein. / Verbrenne seinen Leib ganz; / dann setze ihn in die Welt der Wohltäter.

punar dehi vanaspate / ya eṣa nihitas tvayi | / yathā yamasādana / āsātai vidathā vadan || Bhatt. āsatai

Gib wieder, Baum (vanaspati), / der hier in dir niedergelegt ist, / damit er im Haus Yamas sitzt, / an den Versammlungen (vidatha) redend.

śaṃ te nihāro bhavatu / śaṃ te pṛṣṭhāva śīyatām | / śītike śītikāvaty / ahlādake hlādakāvati | / maṇḍūkyāpsu saṃ bhava / imaṃ sv agniṃ śamaya ||

Heil sei dir der Nebel (nihāra); / Heil soll dein Rücken sich abkühlen. / Kühle (śītikā), Kühlende, / Erfrischende (ahlādikā), Labende, / Froschweibchen, vereine dich im Wasser; / dieses Feuer lösche gut.

vivasvān no 'bhayaṃ kṛṇotu / paraitu mṛtyur amṛtaṃ na aitu | / iha me vīrā bahavo bhavantv / aśvāvad goman mayy astu puṣṭam ||

Vivasvant soll uns Furchtlosigkeit schaffen; / der Tod gehe fort, Unsterblichkeit komme zu uns. / Hier sollen mir viele Männer sein; / rosse- und rinderreich sei mir das Gedeihen.

vivasvān no 'mṛtatve dadhātu / yaḥ sutrāmā jīradānuḥ sudānuḥ | / imān rakṣaḥ puruṣān ā jarimṇo Bhatt. jarimṇostā / mo ṣv eṣām asavo yamaṃ guḥ ||

Vivasvant soll uns in Unsterblichkeit setzen, / der gute Schützer, Lebensgeber, guter Geber. / Diese Menschen bewahre bis ins Alter; / nicht sollen ihre Lebensgeister zu Yama gehen.

yo dadhre antarikṣeṇa mahnā / pitṝṇāṃ kaviḥ pramatir matīnām | / tam arcata viśvamitrā havirbhiḥ / sa no yamaḥ prataraṃ jīvase dhāt ||

Der mit seiner Größe den Luftraum hielt, / der Seher der Väter, Bedacht der Gedanken: / den preist, ihr Viśvāmitras, mit Opfergaben; / Yama soll uns weiter zum Leben setzen.

ā rohata divam uttamām / ṛṣayo mā bibhītana | / somapāḥ somapāyina Bhatt. somapāyinaḥ / idaṃ vaḥ kriyate havir / aganma jyotir uttamam ||

Steigt hinauf zum höchsten Himmel, / ihr Seher, fürchtet euch nicht. / Ihr Somatrinker, Somatrinkenden: / diese Opfergabe wird euch bereitet; / wir sind zum höchsten Licht gegangen.

pra ketuna bṛhatā bhāty agnir / ā rodasī vṛṣabho roravīti | / divaś cid antām̐ upamām̐ ud ānaḍ / apām upasthe mahiṣo vavardha ||

Mit hohem Banner leuchtet Agni hervor; / der Stier brüllt zu den beiden Welten. / Bis zu den äußersten unteren Rändern des Himmels ist er gelangt; / im Schoß der Wasser wuchs der Mächtige.

nāke suparṇam upa yat patantaṃ / hṛdā venanto abhyacakṣata tvā | / hiraṇyapakṣaṃ varuṇasya dūtaṃ / yamasya yonau śakunaṃ bhuraṇyam ||

Den im Himmelsgewölbe heranfliegenden Vogel, / als sie ihn mit dem Herzen begehrend anschauten, / mit goldenen Flügeln, den Boten des Varuṇa, / im Schoß Yamas den eilenden Vogel.

indra kratuṃ na ā bhara / pitā putrebhyo yathā | / śikṣā ṇo asmin puruhūta vājini / jīvā jyotir aśīmahi ||

Indra, bring uns Einsicht (kratu), / wie ein Vater den Söhnen. / Lehre uns hier, Vielgerufener, bei der Beute: / lebend mögen wir das Licht erlangen.

ye te pūrva ity ekā || PS 8.19.5 is repeated

[Strophe:] „ye te pūrve…“ – nur Anfangswörter; PS 8.19.5 wird wiederholt.