Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 18

Hymne 18.76 Der Weg des Opferers zum Himmel

ā rohata janitrīṃ jātavedasaḥ / pitṛyānaiḥ saṃ va ā rohayāmi | / avāḍ ḍhvyeṣitā havyavāha / ījānaṃ yuktāḥ sukṛtaṃ dhatta loke ||

Steigt hinauf auf die Gebärerin des Jātavedas; / auf Väterwegen lasse ich euch mit hinaufsteigen. / [Du], Opferträger, hast getragen, gesandt [?]; / ihr Angeschirrten, setzt den Opferer als Wohltäter in die Welt.

devā yajñam ṛtavaḥ kalpayanti / haviḥ puroḍāśāṃ sruco yajña āyudhāni | / tebhir yāhi pathibhir devayānair / yair ījānāḥ svargaṃ yanti lokam ||

Die Götter, die Zeiten (ṛtu) richten das Opfer zu: / die Opfergabe, die Puroḍāśa-Kuchen, die Löffel, die Opfergeräte. / Mit ihnen, auf den Götterwegen komm, / auf denen die Opferer in die Himmelswelt gehen.

ṛtasya panthām anu paśya sādhv / aṅgirasaḥ sukṛto yena yanti / vradhnasya viṣṭapy adhi vi kramasva / yatrādityā amṛtam īkṣayanti ||

Schau den Pfad des Ṛta wohl an, / auf dem die Aṅgiras als Rechtschaffene gehen. / Steige hinauf zum Gipfel des Vradhna [Sonne?]; / wo die Ādityas Unsterblichkeit sehen lassen [?].

trayaḥ suparṇā uparasyāsakhāyū / nākasya pṛṣṭhe adhi viṣṭapi śritāḥ | / svargā lokā amṛtena viṣṭā Bhatt. viṣṭā(ḥ) / kāmaṃkāmaṃ yajamānāya duhrām ||

Drei Suparṇas, des Unteren [?] ohne Freund, / sind am Rücken des Himmels auf dem Gipfel angelehnt. / Die Himmelswelten, mit Unsterblichkeit durchdrungen, / sollen dem Opferer nach Wunsch melken.

juhūr dādhāra dyām upahṛd antarikṣaṃ / dhruvāṃ dādhāra pṛthivīṃ pratiṣṭhām | / pratimā lokānāṃ ghṛtapṛṣṭhā prapīnāṃ Bhatt. ghṛtapṛṣṭhā(ḥ) / svadhām ūrjaṃ yajamānāya duhrām ||

Die Juhū-Kelle hielt den Himmel, die Upabhṛt den Luftraum, / die Dhruvā hielt die feste Erde als Standfläche. / Abbild der Welten, schmalzrückig, der prallen: / Svadhā [und] Kraft soll sie dem Opferer melken.

dhruva ā roha pṛthivīṃ viśvavedasam / antarikṣam upahṛd ā kramasva | / juhu dyāṃ gaccha yajamānena sākaṃ / sruvena vatsena diśaḥ prapīnāḥ / sarvā dhukṣā ahṛṇīyamānāḥ ||

Feste (Dhruvā), steig hinauf auf die alles findende Erde; / Upabhṛt, betritt den Luftraum; / Juhū, geh zum Himmel mit dem Opferer zusammen, / mit dem Sruva-Löffel als Kalb: die prallen Himmelsrichtungen, / alle sollst du melken, unverdrossen.

tīrthais taranti pravato mahīr anu / yajñakṛtaḥ sukṛto yena yanti | / atrābhajaṃ yajamānāya lokaṃ / diśo bhūtāni mayi kalpayanta || Bhatt. kalpayanta(ḥ)

Durch Furten überqueren sie die großen Abhänge entlang, / die Opferwirkenden, Rechtschaffenen, auf dem sie gehen. / Hier habe ich dem Opferer eine Welt zugeteilt; / die Himmelsrichtungen, die Wesen sollen [sie] für mich bereiten.

aṅgirasām ayanaṃ pūrvo agnir / ādityānām ayanaṃ gārhapatyo / dakṣiṇānām ayanaṃ dakṣiṇāgniḥ | / padmānam agner vihitasya brāhmaṇā / samaṅgaḥ sarva upa yāhi śagmam ||

Der Weg der Aṅgiras ist das östliche Feuer, / der Weg der Ādityas das Gārhapatya, / der Weg der Dakṣiṇās das südliche Feuer. / Der Pfad [?] (padmāna) des eingerichteten Agni [gilt] für die Brahmanen; / mit heilen Gliedern, alle, komm zum Wohl.

pūrvo agnis tvā tapatu śaṃ purastāc / chaṃ paścāt tapatu gārhapatyaḥ | / dakṣiṇāgnis tapatu śarma varma- / -uttarato madhyato antarikṣād / diśodiśo agne pari pāhi ghorāt ||

Das östliche Feuer soll dich heilbringend von vorn wärmen, / Heil hinten das Gārhapatya soll wärmen. / Das südliche Feuer soll wärmen, Schirm [und] Panzer / [sei] von Norden, aus der Mitte, aus dem Luftraum: / aus jeder Himmelsrichtung, Agni, schütze vor dem Grausigen.

yūyam agne śantamābhis tanūbhir / ījāno abhi lokaṃ svargam | / aśva bhūtvā pṛṣṭivāho vahātha / yatra devaiḥ sadhamādaṃ madanti ||

Ihr Agnis, mit den heilvollsten Leibern, / der Opfernde zur Himmelswelt: / als Rosse geworden, tragt ihr den Rückenträger [?]; / tragt dorthin, wo sie mit den Göttern gemeinsam zechen.