Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 2

Hymne 2.30 Götteranrufung, Väter und Abwehr

devānāṃ bhadrā sumatir ṛjūyatāṃ / devānāṃ rātir abhi no ni vartatām | / devānāṃ sakhyam upa sedimā vayaṃ / devā na āyuḥ pra tirantu jīvase ||

Der Götter Gunst, die segensreiche, soll den Redlichen zuteil werden; / der Götter Gabe soll sich uns zuwenden; / der Götter Freundschaft haben wir gesucht; / die Götter sollen uns das Leben verlängern, damit wir leben.

tān pūrvayā nividā hūmahe vayaṃ / bhagaṃ mitram aditiṃ dakṣam asridham | / aryamaṇaṃ varuṇaṃ somam aśvinā / sarasvatī naḥ subhagā mayas karat ||

Diese rufen wir mit dem alten Ruf: / Bhaga, Mitra, Aditi, Dakṣa, den Unversehrten, / Aryaman, Varuṇa, Soma, die Aśvin; / Sarasvatī, die Glückliche, soll uns Wohlsein schaffen.

idaṃ pitṛbhyo namo astv adya / ye pūrvāso ye 'parāsaḥ pareyuḥ | / ye pārthive rajasy ā niṣattā / ye vā nūnaṃ suvṛjanāsu vikṣu ||

Diese Ehrung gelte heute den Vätern, / die früher und die später dahingegangen sind, / die im irdischen Raum sich niedergelassen haben / oder jetzt in den gastlichen Stämmen [weilen].

pratyañco agne śaravaḥ patantu / kṛtyākṛte ripave martyāya | / kravyāde atriṇe mā mīmṛḍaḥ / kraviṣṇum ā dhehi nirṛter upasthe ||

Zurückgewendet sollen, Agni, die Pfeile fliegen / auf den Zauberer, den feindlichen Sterblichen; / dem Fleischfresser, dem Fresser, sei nicht gnädig; / setze das Fleischverlangen in Nirṛtis Schoß.

jyāyasaḥ śaṃsād uta vā kanīyasaḥ / sajātaśaṃsād uta jāmiśaṃsāt | / anādiṣṭam anyakṛtaṃ yad enas / tvaṃ nas tasmāj jātavedo mumugdhi ||

Vor Schmähung von Höheren oder Niedrigeren, / vor Schmähung der Blutsverwandten, vor Fluch der Verwandten, / vor der nicht bezeichneten, von anderen begangenen Sünde – / davon befreie uns, Jātavedas.