Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 2

Hymne 2.72 Königsspruch: Gedeihen des Reiches

agnir dyumnena sūryo jyotiṣā / dyaur mahimnāntarikṣaṃ vyacasā | / diśa āśābhiḥ pṛthivī payobhir / idaṃ rāṣṭraṃ vardhayantu prajāvat ||

Agni mit Glanz, Sūrya mit Licht, / der Himmel mit Größe, der Luftraum mit Weite, / die Himmelsrichtungen mit ihren Zielen, die Erde mit ihren Milchsäften: / sie sollen dieses Reich gedeihen lassen, reich an Nachkommen.

tvaṣṭā rūpeṇa savitā savena- / -ahar mitreṇa varuṇena rātrī | / pūṣā puṣṭair bhago aṃśena bhaktyā- / -idaṃ rāṣṭraṃ vardhayantu prajāvat ||

Tvaṣṭar mit Gestalt, Savitar mit Antrieb, / der Tag mit Mitra, mit Varuṇa die Nacht, / Pūṣan mit Nahrungen, Bhaga mit Anteil und Zuteilung: / sie sollen dieses Reich gedeihen lassen, reich an Nachkommen.

yāṃ viśvakarmā nijaghāna methim / antarā dyāvāpṛthivī ubhe | / tasyā āhuḥ kṣatriyaṃ garbham etaṃ / pari māva patthā mūrdhani dhārayasva ||

Die Säule, die Viśvakarman eingeschlagen hat / zwischen Himmel und Erde, beiden: / von dieser, sagt man, sei dieser Kṣatriya-Keim; / umgib mich, lass [mich] nicht fallen [?], trage [ihn] auf dem Haupt.

chandāṃsy asyā abhito mayūkhā / stomā ātmā yajur asyāḥ purīṣam | / tasyā āhuḥ kṣatriyaṃ nirmitaṃ pari / māva patthā mūrdhani dhārayasva ||

Die Metren sind ihre Strahlen ringsum, / die Stomas ihr Selbst, das Yajus ihre Füllung; / von ihr, sagt man, sei der Kṣatriya geformt; / umgib mich, lass [mich] nicht fallen [?], trage [ihn] auf dem Haupt.

parā ṇudasva vyathayābhimātim / adhaspadaṃ kṛṇuṣva durdharāyataḥ | / mā tvā dabhan sapatnā dipsantas / tava rāṣṭram uttamaṃ dyumnam astu ||

Stoße weg, bedränge den Feind; / mach den, der unbändig anrückt [?], zu einem, der unter deinen Füßen ist. / Die Rivalen, die dich verletzen wollen, sollen dich nicht schädigen; / dein sei das höchste Reich, [dein] Glanz.