Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 2

Hymne 2.59 Das dreifache Amulett (Gold, Silber, Eisen)

trayaḥ poṣās trivṛtaḥ śrayantām / anaktu pūṣā payasā ghṛtena | / annasya bhūmā puruṣasya bhūmā / bhūmā paśūnāṃ ta iha śrayantām ||

Drei Nährungen, dreifach, sollen sich [dir] anschließen; / Pūṣan soll [dich] salben mit Milch und Schmalz. / Die Fülle der Speise, die Fülle des Mannes, / die Fülle des Viehs sollen sich dir hier anschließen.

imam ādityā vasunā sam ukṣata- / -imam agne vardhaya vāvṛdhānaḥ | / asmin trivṛc chrayatāṃ poṣayiṣṇur / imam indra saṃ sṛja vīryeṇa ||

Diesen besprengt, ihr Ādityas, mit Gut; / diesen, Agni, lass wachsen, der du selbst wächst. / An diesem soll sich das Dreifache [Amulett] als Nährendes festmachen; / Indra, verbinde diesen mit Heldenkraft.

bhūmiṣ ṭvā pātu haritena viśvabhṛd / agniḥ pipartv ayasā sajoṣāḥ | / vīrudbhis te arjunaṃ saṃvidānaṃ / varco dadhātu sumanasyamānam ||

Die Erde soll dich schützen mit dem Goldenen, die Allernährende; / Agni soll [dich] füllen mit dem Eisernen, einträchtig. / Mit den Pflanzen soll dein Silbernes, einträchtig, / Glanz verleihen, wohlwollend.

tredhā jātaṃ janmanedaṃ hiraṇyam / agner ekaṃ priyatamaṃ babhūva | / somasyaikaṃ hiṃsitasya parāpatad / apām ekaṃ vedhaso reta āhus / tat te hiraṇyaṃ trivṛd astv āyuṣe ||

In dreifacher Weise ist dieses Gold geboren: / eines ist Agnis, das liebste, geworden; / eines fiel von dem verletzten Soma ab; / eines der Wasser: das Sperma des Ordners, sagt man. / Dieses Gold soll dir, dreifach, zum Leben sein.

tryāyuṣaṃ jamadagneḥ / kaśyapasya tryāyuṣam | / tredhāmṛtasya cakṣaṇaṃ / trīṇy āyūṃṣi nas kṛdhi ||

Die dreifache Lebensdauer des Jamadagni, / die dreifache des Kaśyapa; / dreifach das Erscheinen des Unsterblichen: / drei Lebensalter mache uns.

trayaḥ suparṇās trivṛtā yad āyann / ekākṣaram abhisaṃbhūya śakrāḥ | / praty auhan mṛtyum amṛtena sākam / antardadhānā bhuvanāni viśvā ||

Drei Adler (Suparṇa), als sie dreifach kamen, / das Einsilbige [=Ein Ganzes?] vereint, die Kräftigen: / sie schlugen den Tod zurück zusammen mit dem Unsterblichen, / alle Wesen verhüllend.

divas tvā pātu haritaṃ / madhyāt tvā pātv arjunam | / bhūmyā ayasmayaṃ pātu / prāgād devapurā ayam ||

Vom Himmel soll dich das Goldene schützen; / von der Mitte soll dich das Silberne schützen; / von der Erde soll das Eiserne schützen. / Dieser [Mann] ist zu den Götterburgen vorwärts gegangen [?].

imās tisro devapurās / tās tvā rakṣantu sarvataḥ | / tās tvaṃ bibhrad āyuṣmān varcasvān / uttaro dviṣato bhava ||

Diese drei Götterburgen, / die sollen dich von allen Seiten schützen. / Sie tragend sei langlebig, glänzend; / werde höher als der Hassende.

puraṃ devānām amṛtaṃ hiraṇyaṃ / ya ābedhe prathamo devo agre | / tasmai namo daśa prācīḥ kṛṇomy / anu manyatāṃ trivṛtā vadhena ||

Die Burg der Götter, das unsterbliche Gold, / der als erster Gott am Anfang [es] umschlossen hat [?]: / ihm mache ich Verehrung zehnfach nach Osten; / er soll mit dem dreifachen Schlag zustimmen.

nava prāṇān navabhiḥ saṃ mimīte / dīrghāyutvāya śataśāradāya | / harite trīṇi rajate trīṇy / ayasi trīṇi tapasāviṣṭitāni ||

Neun Lebenshauche verbindet er mit neun, / für Langlebigkeit, für hundert Herbste. / Im Goldenen drei, im Silbernen drei, / im Eisernen drei, von Tapas durchdrungen.

ā te cṛtatv aryamā- / -ā pūṣā bṛhaspatiḥ | / aharjātasya yan nāma / tena te 'ti cṛtāmasi ||

Aryaman soll dich [an]knüpfen, / Pūṣan, Bṛhaspati. / Der Name dessen, der am Tage geboren ist: / damit knüpfen wir dich hinüber [?].

ṛtubhiṣ ṭvārtavair ity ekā || PS 1.54.5 is repeated

„Mit den Jahreszeiten dich, mit den jahreszeitlichen [Mächten]“ – nur der Anfang; PS 1.54.5 wird wiederholt.