Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 2

Hymne 2.5 Fluchzauber gegen den Feind des Sprechers

dyāvāpṛthivī urv antarikṣaṃ / kṣetrasya patny urugāyo adbhutaḥ | / utāntarikṣam uru vātagopaṃ / te gha tapyantāṃ mayi tapyamāne ||

Himmel und Erde, weiter Luftraum, / die Herrin des Feldes, der Weitschreitende, der Wunderbare, / und der weite Luftraum, vom Wind behütet – / diese sollen mit Hitze [Qual] brennen, während ich [von Feind] gequält werde.

idam indra śṛṇuhi somapa / yat tvā hṛdā śocatā johavīmi | / vṛścāmi taṃ kuliśeneva vṛkṣaṃ / yo asmākaṃ mana idaṃ hinasti ||

Höre dies, Indra, Somatrinker, / was ich dir mit glühendem Herzen zurufe: / ich haue den nieder wie einen Baum mit dem Beil, / der unseren Geist [Sinn] hier verletzt.

idaṃ devāḥ śṛṇuta ye ca yajñiyā stha / bharadvājo mahyam ukthāni śaṃsatu | / pāśe sa baddho durite ni yujyatāṃ / yo asmākaṃ mana idaṃ hinasti ||

Hört dies, ihr Götter, und die ihr Opferwürdige seid; / Bharadvāja soll mir Loblieder sprechen. / In der Fessel gebunden soll er dem Unglück angeschirrt werden, / wer unseren Geist hier verletzt.

aśītibhis tisṛbhiḥ sāmagebhir / ādityebhir vasubhir aṅgirobhiḥ | / iṣṭāpūrtam avatu naḥ pitṝṇām / āmuṃ dade harasā daivyena ||

Mit den achtzig [und] dreien Sāmaveda-Sängern [?], / mit den Ādityas, Vasus, Aṅgirasen – / das Geopferte und Geschenkte der Väter möge uns schützen; / ich nehme jenen [Feind] mit göttlicher Glut hinweg.

dyāvāpṛthivī anu mā dīdhīthāṃ / viśve devāso anu mā rabhadhvam | / aṅgirasaḥ pitaraḥ somyāsaḥ / pāpam ā rcchatv apakāmasya kartā ||

Himmel und Erde, sinnt mir nach, / alle Götter, greift mir bei; / Aṅgirasen, Väter, Somatrinker: / das Übel treffe den, der aus Missgunst etwas tut.

atīva yo maruto manyate no / brahma vā yo nindiṣat kriyamāṇam | / tapūṃṣi tasmai vṛjināni santu / brahmadviṣam abhi taṃ śocatu dyauḥ ||

Wer uns, o Maruts, über die Maßen [herabsetzend] anmaßend meint / oder das Brahman [Zauberwort/Gebet] beim Vollzug schmähen wollte – / für den seien Glut und Krümmungen [Verderben]; / den Brahman-Hasser möge der Himmel versengen.

ā dadhāmi te padaṃ / samiddhe jātavedasi | / agniḥ śarīraṃ veveṣṭu / yamaṃ gacchatu te asuḥ ||

Ich setze deinen Fuß [Schritt] hin, / im entzündeten Jātavedas [Agni]; / Agni soll den Leib umfassen, / zu Yama gehe dein Lebenshauch.

sapta prāṇān aṣṭau majjñas / tāṃs te vṛścāmi brahmaṇā | / yamasya gaccha sādanam / agnidūto araṃkṛtaḥ ||

Sieben Lebenshauche [und] acht Marke – / diese schneide ich dir ab durch das Brahman. / Geh zu Yamas Sitz, / von Agni als Bote geführt, ausgerüstet.