Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 2

Hymne 2.90 Liebeszauber: Bindung der Frau

ā te manaś cakṣuṣyam / ā te hṛdayyaṃ dade | / padoṣ ṭe padyam ā dade / yathā tiṣṭhāsi me vaśe ||

Ich nehme deinen Sinn, das zum Auge Gehörige, / ich nehme das Herzliche deiner; / von den Füßen nehme ich dein Fußgehöriges, / damit du in meiner Gewalt bleibst.

vāñcha me pādau tanvaṃ / vāñchākṣyau vāñcha sakthyau | / akṣyau vṛṣaṇyantyāḥ keśā / oṣṭhau māṃ te kāmena śuṣyatām ||

Begehre meine Füße, [meinen] Leib, / begehre [meine] Augen, begehre [meine] Schenkel. / Deine Augen, deine Haare, wenn du Verlangen hast, / [deine] Lippen sollen nach mir vor Sehnsucht vertrocknen.

mayi tvā doṣaṇiśliṣaṃ / kṛṇomi hṛdayaśliṣam | / yathā mama kratāv aso / mamāsaś ced asīd api ||

In mir mache ich dich haften, am Arm haftend, / am Herzen haftend, / damit du meinem Willen [folgend] seist, / und auch [?] … [?].

yāsāṃ nābhir ārehaṇaṃ / hṛdi saṃvananaṃ kṛtam | / gāvo ghṛtasya mātaro / amūṃ saṃ vānayantu me ||

Die Kühe, Mütter des Schmalzes, / bei denen im Herzen eine Vereinigung [?] gemacht ist, / die sollen mir jene dort / zusammenführen [?].

mahyaṃ tvā dyāvāpṛthivī / mahyaṃ devī sarasvatī | / mahyaṃ tvendraś cāgniś ca- / -ahorātre ni yacchatām ||

Mir sollen dich Himmel und Erde, / mir die Göttin Sarasvatī, / mir Indra und Agni, / Tag und Nacht übergeben.