Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 2

Hymne 2.38 Abwehr von Fluch und Schadenzauber (Kṛtyā)

ye naḥ śapanty apa te bhavantu / vṛkṣān iva vṛkṇām̐ ati tām̐ ayāma | / drāghīya āyuḥ prataraṃ dadhānā / vayaṃ devānāṃ sumatau syāma ||

Die uns verfluchen, die sollen fort sein; / wie über gefällte Bäume gehen wir über sie hinweg. / Ein längeres, weiteres Leben erlangend / mögen wir in der Gunst der Götter sein.

kṛtyākṛtaṃ praty avasānadarśanam / agne prati sma budhyasva | / prati sma deva taṃ daha ||

Den Kṛtyā-Macher, [den], der sich erst am Ende zeigt [?], / Agni, wache gegen [ihn] auf; / verbrenne ihn, Gott, [ihm] entgegen.

yas tvā kṛtye prajighāya / vidvām̐ aviduṣo gṛham | / punas tvā tasmā ā dadhmo / yathā kṛtyākṛtaṃ hanaḥ ||

Wer dich, Kṛtyā, wissend / zum Haus eines Unwissenden gesandt hat: / dich legen wir jenem wieder zu, / damit du den Kṛtyā-Macher erschlägst.

punaḥ kṛtyāṃ kṛtyākṛte / hastagṛhya parā ṇaya | / uto tam attu sā punas / tarda iva sadanaṃ svam ||

Führe die Kṛtyā zurück zum Kṛtyā-Macher, / an der Hand gefasst, fort. / Und sie soll ihn wieder fressen, / wie ein Tarda [?] sein eigenes Haus.

kṛtyā yantu kṛtyākṛtaṃ / vṛka ivāvimato gṛham | / tokaṃ pākasya vardhatāṃ / suvṛṣṭa oṣadhīr iva ||

Die Kṛtyās sollen zum Kṛtyā-Macher gehen / wie ein Wolf zum Haus der Schafbesitzer. / Der Nachwuchs des Pāka [?] soll wachsen / wie Pflanzen bei gutem Regen.