Kapitel 16: ṛgvede 5.16 · bṛhad vayo hi bhānave 'rcā devāyāgnaye
Anruf an den strahlenden Agni um Kraft und Ruhm
Fünf Verse an Agni als Rufer und Verteiler der Gaben, mit dem Refrain utaidhi pṛtsu no vṛdhe. Schwierig sind der Zusammenhang der Pādas in 5.16.2–4 (vi ... ṛṇvati; tuvisvaṇi; yahvaṃ na rodasī).
sa hi dyubhir janānāṃ hotā dakṣasya bāhvoḥ / vi havyam agnir ānuṣag bhago na vāram ṛṇvati
Denn er ist an den Tagen [mit himmlischem Glanz] der Rufer der Menschen, in den Armen der Tüchtigkeit [?]; / Agni teilt der Reihe nach die Darbringung zu, wie Bhaga das Erwählenswerte.
Wort für Wort
saḥ
er (Nom.)
hi
denn
dyu-bhiḥ
an den Tagen, mit Lichtern (Instr. Pl.)
janānām
der Menschen (Gen. Pl.)
hotā
Rufer (Nom. Sg.)
dakṣasya
der Tüchtigkeit (Gen. Sg.)
bāhvoḥ
in den beiden Armen (Lok. Du.)
vi
auseinander (Präv.)
havyam
Darbringung (Akk. Sg.)
agniḥ
Agni (Nom. Sg.)
ānuṣak
der Reihe nach (Adv.)
bhagaḥ
Bhaga (Nom. Sg.)
na
wie
vāram
das Erwählenswerte (Akk. Sg.)
ṛṇvati
sie/er gelangt, bringt (3. Sg.; Bedeutung unsicher) [?]
asya stome maghonaḥ sakhye vṛddhaśociṣaḥ / viśvā yasmin tuviṣvaṇi sam arye śuṣmam ādadhuḥ
In dessen Preisgesang, des Gönners, in Freundschaft, des mit gewachsener Flamme [?], / in dem alle bei dem laut Tönenden [?], dem Arya, ihre Kraft niedergelegt haben [?].
nū na ehi vāryam agne gṛṇāna ā bhara / ye vayaṃ ye ca sūrayaḥ svasti dhāmahe sacotaidhi pṛtsu no vṛdhe
Nun komm zu uns, Agni, bring, [als] Gepriesener, das Erwählenswerte herbei; / wir, die wir [sind], und die Patrone, mögen gemeinsam Wohlsein setzen [?]; und sei uns in den Kämpfen zum Gedeihen.