Kapitel 40: ṛgvede 5.40 · ā yāhy adribhiḥ sutaṃ somaṃ somapate piba
Somaeinladung an Indra; Atri befreit die Sonne von Svarbhānus Finsternis
Verse 1-4: Soma-Einladung mit dem Stier-Refrain; Verse 5-9 erzählen (in wörtlicher Lesung) die Verfinsterung der Sonne durch Svarbhānu und ihre Befreiung durch den Ṛṣi Atri mit Gebet (brahman); Vers 7 spricht wohl Sūrya zu Atri. Der Ausdruck turīya brahman (‚das vierte Gebet‘) ist technisch und nur unsicher deutbar.
Der Ṛjīṣin [?], Keulenträger, Stier, Überwinder der Schnellen [?], kraftvoll, König, Vṛtra-Töter, Somatrinker – / nachdem er die beiden Falben angeschirrt hat, soll er zu uns hergewandt herfahren; beim Mittagspressen soll Indra sich berauschen.
Als du dann, Indra, des Svarbhānu Zauberkünste, die vom Himmel herab sich wälzten, niederschlugst: / die in gesetzloser Finsternis verborgene Sonne fand Atri mit dem vierten Brahman (Gebet). [Anm.: turīya brahman (‚vierte Gebetsformel/-stufe‘) technisch; Ebene rituell-kosmisch, Deutung spekulativ.]
mā mām imaṃ tava santam atra irasyā drugdho bhiyasā ni gārīt / tvam mitro asi satyarādhās tau mehāvataṃ varuṇaś ca rājā
Nicht soll mich, den dir Gehörigen, o Atri, hier der aus Groll Trügerische [?] vor Furcht verschlingen! / Du bist Mitra, der wahrhaft Gunst Gewährende; ihr beiden, Varuṇa und der König, helft mir hier. [Anm.: Sprecher wohl Sūrya, angeredet Atri; irasyā drugdhaḥ unsicher (‚der aus Missgunst Feindselige‘).]
grāvṇo brahmā yuyujānaḥ saparyan kīriṇā devān namasopaśikṣan / atriḥ sūryasya divi cakṣur ādhāt svarbhānor apa māyā aghukṣat
Der Brahman-Priester, die Preßsteine anschirrend [?], (die Götter) verehrend, mit Lobgesang und Verneigung die Götter bedienend/belehrend [?] – / Atri setzte das Auge der Sonne in den Himmel, melkte des Svarbhānu Zauberkünste weg. [Anm.: adhukṣat ‚melkte‘ als Bild für das Ablösen der Zauberkräfte; grāvṇaḥ unsicher zugeordnet.]
Wort für Wort
grāvṇaḥ
der Preßsteine/von den Preßsteinen (Gen./Abl. Sg.) [?]