Kapitel 17: ṛgvede 5.17 · ā yajñair deva martya itthā tavyāṃsam ūtaye
Anruf an Agni: Hilfe, Beistand und Wohlsein
Fünf Verse an Agni; besonders dunkel sind 5.17.2 (svayaśastara, vidharman) und 5.17.3, dessen PP-Lesung (vai asau oṃ) gegenüber SA (vāsā u) vermutlich verderbt ist. Der Refrain utaidhi pṛtsu no vṛdhe steht in 5.17.5.
Mit Weihehandlungen [komm herbei], Gott; so [ruft] der Sterbliche den Stärkeren zur Hilfe; / Agni soll der Pūru bei der gut vollzogenen Weihehandlung zum Beistand anrufen.
asya hi svayaśastara āsā vidharman manyase / taṃ nākaṃ citraśociṣam mandram paro manīṣayā
Denn du denkst [?] ihn, der du noch ruhmvoller aus dir selbst bist, mit dem Mund [?] im Auseinanderhalten [?]; / ihn, den Himmelsfirst, buntlichtig, erfreuend, jenseits mit Andacht.
Wort für Wort
asya
dessen (Gen.)
hi
denn
svayaśaḥ-taraḥ
aus sich selbst ruhmvoller (Nom. Sg.) [?]
āsā
mit dem Mund, Angesicht (Instr. Sg.) [?]
vi-dharman
im Auseinanderhalten, in der Ordnung (Lok. Sg.) [?]
asya vāsā u arciṣā ya āyukta tujā girā / divo na yasya retasā bṛhac chocanty arcayaḥ
Dessen [?] ... mit seiner Flamme, der sich mit drängendem Lied [einspannen ließ] [Anm.: Text verderbt, PP vai asau oṃ vs. SA vāsā u]; / dessen Flammen wie vom Himmel her kraft seines Samens groß leuchten.
Wort für Wort
asya
dessen (Gen.)
vai
fürwahr [?] (Part.)
asau
jener [?] (Nom.)
oṃ iti
ja [?] (Part. oṃ)
arciṣā
mit der Flamme (Instr. Sg.)
yaḥ
der (Nom.)
ayukta
er spannte an / wurde angespannt (3. Sg. Aor. Med.)
asya kratvā vicetaso dasmasya vasu ratha ā / adhā viśvāsu havyo 'gnir vikṣu pra śasyate
Durch die Einsicht dessen, des Klugerkennenden, des Wundertäters, [kommt] Gut auf den Wagen [?]. / Und dann wird Agni unter allen Stämmen als anzurufender gepriesen.
nū na id dhi vāryam āsā sacanta sūrayaḥ / ūrjo napād abhiṣṭaye pāhi śagdhi svastaya utaidhi pṛtsu no vṛdhe
Nun sollen unsere Patrone das Erwählenswerte mit dem Mund [?] erlangen. / Enkel der Stärke, [hilf] zum Ziel: behüte, vermöge es zum Wohlsein; und sei uns in den Kämpfen zum Gedeihen.