Kapitel 19: ṛgvede 5.19 · abhy avasthāḥ pra jāyante pra vavrer vavriś ciketa
Rätselhaftes Lied an Agni (Reibhölzer, Mutterschoß)
Fünf schwer verständliche Verse an Agni (Śvaitreya wird genannt): Geburt im Schoß der Mutter, Rauch/ Asche/ Wind, Vergleiche mit Milch, Gharma und Waffen. Bei diesem Rätselvers bleibt die Mehrdeutigkeit stehen (Belegstärke der einzelnen Deutungen: rituell [Feuerreibung] plausibel, kosmisch spekulativ).
abhy avasthāḥ pra jāyante pra vavrer vavriś ciketa / upasthe mātur vi caṣṭe
Die Zustände [?] werden entgegen geboren; aus der Hülle heraus bemerkt die Hülle [?]. / Im Schoß der Mutter schaut er umher [Anm.: vavri = „Hülle/ Bedeckung“; wohl Feuer im Reibholz, plausibel; alles unsicher].
Die Leute des Śvaitreya, die Wesen, die Siedler, wachsen glänzend heran; / [der] mit Halsschmuck, mit großen Sprüchen, mit diesem Süßen wie einer, der Beute erstrebt [?].
priyaṃ dugdhaṃ na kāmyam ajāmi jāmyoḥ sacā / gharmo na vājajaṭharo 'dabdhaḥ śaśvato dabhaḥ
Lieb, wie Milch, begehrenswert, nicht verwandtschaftlich unter Verwandten zugleich [?]; / wie ein Glutkessel (Gharma), Kraft im Bauch, unbetrogen, Bezwinger der Vielen [?].
krīḷan no raśma ā bhuvaḥ sam bhasmanā vāyunā vevidānaḥ / tā asya san dhṛṣajo na tigmāḥ susaṃśitā vakṣyo vakṣaṇesthāḥ
Spielend werde du [Strahl/ Zügel?] für uns, mit Asche [und] Wind [zusammen], wissend [?]. / Diese sind seine wie kühne, scharfe, gut geschärfte [Waffen?], die getragen werden, in den [Wölbungen/ Flanken] stehend [?] [Anm.: Vers dunkel; rituelle Deutung (Feuer, Asche, Wind) plausibel, Rest spekulativ].