Kapitel 4: ṛgvede 5.4 · tvām agne vasupatiṃ vasūnām abhi pra mande adhvareṣu rājan
Bitte an Agni um Schutz, Reichtum und Fahrt der Götter
Preis- und Bittlied an Agni als Gast und Hausherr, mit Bitte um Reichtum, Sieg und Schutz vor Not; zuletzt Wunsch nach Ruhm und Unsterblichkeit durch Nachkommen.
Dich, Agni, den Herrn der Güter, preise ich in den Weihehandlungen, König. / Mit dir, nach Kampfpreis strebend, mögen wir den Preis gewinnen und die Heere der Sterblichen überwinden.
viśāṃ kaviṃ viśpatim mānuṣīṇāṃ śucim pāvakaṃ ghṛtapṛṣṭham agnim / ni hotāraṃ viśvavidaṃ dadhidhve sa deveṣu vanate vāryāṇi
Den Dichter der Stämme, den Herrn der menschlichen Stämme, den Reinen, Läuternden, den mit Schmalz auf dem Rücken, Agni: / setzt den Rufer, den Allwissenden, hin; er gewinnt bei den Göttern Wünschenswertes.
Habe Gefallen, Agni, vereint mit Iḷā, dich bemühend mit den Strahlen der Sonne. / Habe Gefallen an unserem Brennholz, Jātavedas, und fahre die Götter zum Verzehr der Darbringung.
Gern gesehen, Hausfreund, Gast im Haus, komm zu diesem unserem Ritus, wissend. / Alle Angreifer niederschlagend, Agni, bring die Genüsse der Feindseligen herbei.
vadhena dasyum pra hi cātayasva vayaḥ kṛṇvānas tanve svāyai / piparṣi yat sahasas putra devānt so agne pāhi nṛtama vāje asmān
Mit der Waffe [Anm.: SA vadhena; PP vedhena, verderbt?] treibe den Dasyu hinweg, Lebenskraft schaffend für deinen eigenen Leib. / Da du die Götter sättigst, Sohn der Kraft, so schütze, Agni, bester Mann, uns im Kampfpreis. [?]
vayaṃ te agna ukthair vidhema vayaṃ havyaiḥ pāvaka bhadraśoce / asme rayiṃ viśvavāraṃ sam invāsme viśvāni draviṇāni dhehi
Wir wollen dir, Agni, mit Lobreden dienen, wir mit Opfergaben, Läuternder, du mit gutem Glanz. / Uns treibe Reichtum zu, den alle wählen, uns setze alle Güter.
Unsere Weihehandlung, Agni, nimm gern an, Sohn der Kraft, dreifach Sitzender, die Gabe. / Wir wollen unter den Göttern Gutes Tuende sein; mit deinem dreifachen Schutz schütze uns.
viśvāni no durgahā jātavedaḥ sindhuṃ na nāvā duritāti parṣi / agne atrivan namasā gṛṇāno 'smākam bodhy avitā tanūnām
Alle unsere Unwegsamkeiten, Jātavedas, überquere wie einen Strom mit dem Schiff, alle Nöte. / Agni, mit Verneigung wie Atri besungen, sei der Beschützer unserer Leiber.
Ich, der ich dich mit lobsingendem Herzen [ehrend] denke, rufe dich, den Unsterblichen, als Sterblicher immer wieder an: [Anm.: PP amaryaḥ ist verderbt; SA amartyam martyaḥ.] / Jātavedas, gib uns Ruhm; mit Nachkommen, Agni, möge ich Unsterblichkeit erreichen.