Kapitel 37: ṛgvede 5.37 · sam bhānunā yatate sūryasyājuhvāno ghṛtapṛṣṭhaḥ svañcāḥ
Der Somapresser gewinnt: Lohn für die Verehrung Indras
Lied über den Lohn dessen, der Indra Soma presst (Verse 1, 4, 5); Vers 3 ist ein Bild von einer Braut und einem Wagen; Deutung von ayat … ava sindhum (Vers 2) und Vers 3 unsicher.
sam bhānunā yatate sūryasyājuhvāno ghṛtapṛṣṭhaḥ svañcāḥ / tasmā amṛdhrā uṣaso vy uchān ya indrāya sunavāmety āha
Mit dem Strahl der Sonne rührt er sich, der Herbeirufende [?], schmalzrückig (Agni), gut zugewandt; / für ihn sollen die Morgenröten, ungehemmt, aufleuchten, der (zu Indra) sagt: ‚Für Indra wollen wir pressen.‘ [Anm.: ghṛtapṛṣṭha ‚Schmalz-Rücken‘ ist Beiname Agnis; ob Agni oder der Presser Subjekt ist, unklar.]
Wer das Feuer entfacht, das Streu ausgebreitet, die Preßsteine angeschirrt, den Soma gepresst hat, soll gewinnen und rufen. / Wessen Preßsteine regsam sprechen – der Adhvaryu hat mit der Darbringung (den Fluss/Strom) herab[-verehrt] [?]. [Anm.: ayat … ava sindhum unklar (ava-√yaj ‚herabverehren/abwehren‘?; sindhu Fluss).]
vadhūr iyam patim ichanty eti ya īṃ vahāte mahiṣīm iṣirām / āsya śravasyād ratha ā ca ghoṣāt purū sahasrā pari vartayāte
Diese Braut geht, einen Gatten wünschend, (zu dem), den die beiden (Rosse) fahren, die mächtige, regsame. / Sein Wagen soll nach Ruhm streben und erschallen; viele Tausende sollen sie beide umherrollen [?]. [Anm.: Bildvers (Braut, Wagen); Bezug der Duale unsicher.]
Nicht wankt jener König, bei dem Indra scharfen, rindergemischten Soma trinkt. / Mit Tapferen treibt er (Beute) heran, erschlägt den Vṛtra, wohnt über die Siedlungen (herrschend), ‚Glückreich‘ mit Namen, gedeihend/ gedeihen lassend. [Anm.: gosakhāyam wörtlich ‚mit Rindern als Gefährten‘, hier wohl Milchmischung.]
Er möge gedeihen; im Besitzstand und im Erwerb wird er obenauf sein; / beide, die zusammenstoßenden Bereiche, gewinnt er zusammen. Lieb wird er sein bei der Sonne, lieb bei Agni, wer dem Indra, Soma gepresst habend, gibt/huldigt.