Kapitel 28: ṛgvede 5.28 · samiddho agnir divi śocir aśret pratyaṅṅ uṣasam urviyā vi bhāti
Agni entzündet, mit dem Morgenrot leuchtend
Lied an den entzündeten Agni (Āprī-artige Züge): Aufleuchten mit der Uṣas, Bitte um Glück und Herrschaft, Aufruf zur Verehrung. Die zweite Hälfte von 5.28.1 hat kein ausdrückliches Subjekt (vermutlich der Schmalzlöffel).
samiddho agnir divi śocir aśret pratyaṅṅ uṣasam urviyā vi bhāti / eti prācī viśvavārā namobhir devāṃ īḷānā haviṣā ghṛtācī
Entzündet hat Agni am Himmel seine Flamme aufgelehnt; der Uṣas entgegengewandt leuchtet er weithin auf. Es geht nach vorn die allbegehrte, schmalzbenetzte, mit Verneigungen die Götter anrufend, mit der Opfergabe. [Anm.: Das Subjekt der zweiten Hälfte ist vermutlich der Opferlöffel (plausibel).]
samidhyamāno amṛtasya rājasi haviṣ kṛṇvantaṃ sacase svastaye / viśvaṃ sa dhatte draviṇaṃ yam invasy ātithyam agne ni ca dhatta it puraḥ
Entzündet herrschst du über das Unsterbliche; den, der die Darbringung bereitet, begleitest du zum Wohlergehen. Alle Habe erlangt der, den du antreibst; und Gastlichkeit, Agni, setzt er stets vor dir hin [?].
Agni, entfalte dich zu großem Glück; deine Glanzkräfte sollen die höchsten sein. Bring eine gut gezügelte Hausherrschaft zustande; über die Mächte der uns Feindlichen tritt hinweg. [Anm.: jāspatya wörtlich „Herrschaft des Sippenherrn“, plausibel „Hausherrschaft“.]