Kapitel 20: ṛgvede 5.20 · yam agne vājasātama tvaṃ cin manyase rayim
Bitte an Agni um Reichtum und Ruhm
Vier Verse an Agni: Er wird als Rufer erwählt und um den Reichtum gebeten, den er selbst als solchen erkennt; der Vers schließt mit dem Wunsch, mit Rindern und Männern Festgenosse zu sein. 5.20.2 ist syntaktisch unsicher (na īrayanti vs. ni īrayanti).
Den Reichtum, den du selbst, Agni, bester Beutegewinner, dafür hältst, / diesen unseren ruhmtauglichen [Reichtum] preise mit Liedern bei den Göttern als [dir] verbunden [?].
ye agne nerayanti te vṛddhā ugrasya śavasaḥ / apa dveṣo apa hvaro 'nyavratasya saścire
Die, Agni, [dich] nicht antreiben [?], sind diese durch die Stärke des Gewaltigen gewachsen [?]; / Hass beiseite, Trug beiseite [haben sie] die des fremden Gelübdes [ferngehalten/ gefolgt] [?].
Wort für Wort
ye
die (Nom. Pl.)
agne
Agni (Vok.)
na
nicht
īrayanti
sie treiben an (3. Pl.)
te
diese (Nom. Pl.)
vṛddhāḥ
gewachsen (Nom. Pl.)
ugrasya
des Gewaltigen (Gen. Sg.)
śavasaḥ
der Stärke (Gen./Abl. Sg.)
apa
weg (Präv.)
dveṣaḥ
Hass (Akk. Sg.)
apa
weg (Präv.)
hvaraḥ
Krümmung, Trug (Akk. Sg.)
anya-vratasya
dessen Gelübde ein anderes ist (Gen. Sg.)
saścire
sie haben [gefolgt/ ferngehalten] (3. Pl. Perf.) [?]
So, wie wir dir Tag für Tag zur Hilfe [rufen], Kraftvoller, / zum Reichtum, zur Ordnung, Wohlbeschlossener: mit Rindern mögen wir Festgenossen sein, mit Männern mögen wir Festgenossen sein [Anm.: gobhiḥ wörtlich „mit Rindern“, hier als Besitz].