Kapitel 69: ṛgvede 5.69 · trī rocanā varuṇa trīṃr uta dyūn trīṇi mitra dhārayatho rajāṃsi
An Mitra und Varuṇa: Drei Lichträume, Aditi und feste Satzungen
Mitra und Varuṇa als Träger der drei Räume und Himmel; Bitte an Aditi und das Paar um Reichtum und Nachkommen. In Vers 1 und 2 kosmische Bildsprache (drei Lichträume; drei Stiere), Einzelheiten unsicher.
Drei Lichträume, o Varuṇa, und drei Himmel(stage), drei Räume, o Mitra, haltet ihr beide, wachsend, die Gestalt [amati, unsicher] des Herrschers und dem Gebot gemäß [ihn] behütend, unalternd. [Anm.: amatim = 'Gestalt/Glanz' oder 'Bedürftigkeit', Deutung unsicher.]
Nahrungsreiche Milchkühe sind euer, o Varuṇa; honigreich haben euch die Ströme, o Mitra, [Milch] gegeben (sich melken lassen). Drei Stiere, Samenspender der drei Dhiṣaṇās [Anm.: Schalen/Sitze, unsicher], stehen auseinander, glänzend [?]. [Anm.: kosmische Deutung (drei Räume) plausibel, spekulativ.]
Am Morgen rufe ich die göttliche Aditi kräftig an, am Mittag, beim Aufgang der Sonne; für Reichtum bitte ich Mitra und Varuṇa bei der ganzen Feier, für Kinder, für Nachkommen um Heil und Wohl.
Die ihr Träger seid des Raumes, des Lichtraumes, und, o Ādityas, des himmlischen und irdischen: eure Satzungen, o Mitra und Varuṇa, die festen, verletzen die unsterblichen Götter nicht.