Kapitel 49: ṛgvede 5.49 · devaṃ vo adya savitāram eṣe bhagaṃ ca ratnaṃ vibhajantam āyoḥ
Anruf an Savitṛ, Bhaga und die Aśvin um Gut und Wohlergehen
Bitte um Reichtumsverteilung durch den Gott Savitṛ und um heilvolle Tage von den Göttern; V. 4 mit einem Sprecher-Ich als Rufer (hotṛ). Schwierig: īvat/ā/duḥ in V. 5 und der Sinn von vaste usraḥ in V. 3.
devaṃ vo adya savitāram eṣe bhagaṃ ca ratnaṃ vibhajantam āyoḥ / ā vāṃ narā purubhujā vavṛtyāṃ dive-dive cid aśvinā sakhīyan
Den Gott Savitṛ erflehe ich heute für euch [?] und Bhaga, der den Schatz des Lebenden [Menschen] zuteilt. / Zu euch beiden, ihr Männer, reichlich Genießende [oder: Vielspendende], möge ich mich hinwenden, Aśvin, Tag um Tag, nach Freundschaft strebend.
prati prayāṇam asurasya vidvān sūktair devaṃ savitāraṃ duvasya / upa bruvīta namasā vijānañ jyeṣṭhaṃ ca ratnaṃ vibhajantam āyoḥ
Den Aufbruch [Vormarsch] des Herrn (asura) kennend, verehre mit guten Sprüchen den Gott Savitṛ. / Man möge ihn mit Verneigung, ihn erkennend, ansprechen, der auch den besten Schatz dem Lebenden zuteilt. [Anm.: prati prayāṇam ist knapp; ‚gegenüber/entgegen dem Aufbruch‘ ist möglich.]
tan no anarvā savitā varūthaṃ tat sindhava iṣayanto anu gman / upa yad voce adhvarasya hotā rāyaḥ syāma patayo vājaratnāḥ
Diesen unseren Schutzwall [gewähre] Savitṛ, der Unangefochtene; ihm sind die Ströme, eifernd, nachgezogen. / Wenn ich als Rufer der Weihefeier (adhvara) dazu gesprochen habe: Mögen wir Herren von Reichtümern sein, mit Gewinn als Schatz.
pra ye vasubhya īvad ā namo dur ye mitre varuṇe sūktavācaḥ / avaitv abhvaṃ kṛṇutā varīyo divaspṛthivyor avasā madema
Die den Vasus bis hierher Verneigung [dar]gebracht haben [?], die bei Mitra und Varuṇa gute Sprüche sprechen: / Das Ungeheure [Schreckliche] soll weichen; schafft weiteren Raum; mit dem Beistand von Himmel und Erde wollen wir uns freuen. [Anm.: pra … ā … duḥ = wohl ‚haben dargebracht‘, Konstruktion unsicher.]