Kapitel 27: ṛgvede 5.27 · anasvantā satpatir māmahe me gāvā cetiṣṭho asuro maghonaḥ
Dank für Gaben des Tryaruṇa und des Aśvamedha
Preis- und Gabenlied (dānastuti) an Agni Vaiśvānara für die Gaben des Tryaruṇa Traivṛṣṇa, Trasadasyus und des Aśvamedha; Verse 3-4 sind syntaktisch dicht und unsicher, in 5 sind Aśvamedhas Gaben Gegenstand.
Zwei wagenbespannte Rinder hat mir der wahre Herr geschenkt, der aufmerksamste, der Herr (asura) unter den Gabenreichen. Der Traivṛṣṇa, Agni Vaiśvānara, hat sich mit zehn Tausend (Gaben) als Tryaruṇa zu erkennen gegeben. [Anm.: sat-patiḥ = „Herr der Guten / wahrer Herr“ unsicher.]
Wort für Wort
anasvantā
zwei wagenbespannte (Akk. Du.)
sat-patiḥ
wahrer Herr/Herr der Guten (Nom. Sg.)
mamahe
er hat geschenkt (3. Sg. Perf. Med.)
me
mir (Dat.)
gāvā
zwei Rinder (Akk. Du.)
cetiṣṭhaḥ
aufmerksamster (Nom. Sg.)
asuraḥ
Herr/Gebieter (Nom. Sg.)
maghonaḥ
unter den Gabenreichen (Gen. Pl.)
traivṛṣṇaḥ
Sohn des Trivṛṣan (Nom. Sg.)
agne
Agni (Vok.)
daśa-bhiḥ
mit zehn (Instr. Pl.)
sahasraiḥ
mit Tausenden (Instr. Pl.)
vaiśvānara
Vaiśvānara (Vok.)
tri-aruṇaḥ
Tryaruṇa (Nom. Sg.)
ciketa
er wurde erkannt/ließ sich erkennen (3. Sg. Perf. Med.)
yo me śatā ca viṃśatiṃ ca gonāṃ harī ca yuktā sudhurā dadāti / vaiśvānara suṣṭuto vāvṛdhāno 'gne yacha tryaruṇāya śarma
Der mir hundert und zwanzig Rinder und zwei angeschirrte Falben mit gutem Joch gibt – Vaiśvānara, gut gepriesen, erstarkt, Agni: gewähre dem Tryaruṇa Schutz.
evā te agne sumatiṃ cakāno naviṣṭhāya navamaṃ trasadasyuḥ / yo me giras tuvijātasya pūrvīr yuktenābhi tryaruṇo gṛṇāti
So hat Trasadasyu, Agni, dein Wohlwollen erstrebt, für den Neuesten das Neunte/Neueste [?]; Tryaruṇa, der meine vielen Lieder auf den Vielgeborenen mit dem angeschirrten (Gespann) entgegen preist [?]. [Anm.: navamam und yuktena unsicher; Satzbau der zweiten Vershälfte schwierig.]
yo ma iti pravocaty aśvamedhāya sūraye / dadad ṛcā saniṃ yate dadan medhām ṛtāyate
Wer mir so verkündet für Aśvamedha, den Gönner: gebend dem, der mit dem Vers auf Gewinn ausgeht, gebend Einsicht dem, der nach der Ordnung strebt. [Anm.: Struktur unsicher; iti könnte wörtliche Rede einleiten.]
Dessen hundert scheckige Stiere mich erfreuen/erregen – die Gaben des Aśvamedha sind wie Somasäfte mit dreifacher Milchmischung. [Anm.: paruṣāḥ „gefleckt, scheckig“ nach dem Wortsinn; ukṣaṇaḥ „Stiere“.]