Kapitel 34: ṛgvede 5.34 · ajātaśatrum ajarā svarvaty anu svadhāmitā dasmam īyate
Indra, Beutegewinner und Gabenherr, und die Nichtpressenden
Preis Indras als Wundertäter, der die Pressenden fördert und die Nichtpressenden übergeht oder überwältigt; mehrere Verse (2-4, 7-8) sind syntaktisch und lexikalisch dunkel (tatanuṣṭi, yatamkara, viṣuṇa, pravepanī).
Der den Bauch mit Soma füllte, der Maghavan berauschte sich am süßen Trank; / als ihm (īm) Uśanā, (er selbst) mit gewaltiger Waffe [?], die tausendzackige Waffe zum Töten des Wildes [?] reichte. [Anm.: mṛga hier ‚Wild/Tier‘, wohl der Gegner (Vṛtra?) im Bild; mahāvadhaḥ unsicher zugeordnet.]
yo asmai ghraṃsa uta vā ya ūdhani somaṃ sunoti bhavati dyumāṃ aha / apāpa śakras tatanuṣṭim ūhati tanūśubhram maghavā yaḥ kavāsakhaḥ
Wer ihm bei der Hitze [?] oder wer am Euter [?] Soma presst, der wird wahrlich glänzend. / Der Mächtige (Śakra) schafft immer wieder die tatanuṣṭi [?] fort, den sich am Leibe Schmückenden, den Maghavan, dessen Freund der Geizige ist [?]. [Anm.: ghraṃse (Hitze/Tag) und ūdhani (Euter; Zeitangabe?) sowie tatanuṣṭi unklar.]
yasyāvadhīt pitaraṃ yasya mātaraṃ yasya śakro bhrātaraṃ nāta īṣate / vetīd v asya prayatā yataṃkaro na kilbiṣād īṣate vasva ākaraḥ
Wessen Vater er erschlug, wessen Mutter, wessen Bruder Śakra (erschlug) – deswegen weicht (dieser) nicht aus [?]. / Er nimmt/kennt dessen Dargebrachtes [?]; der das Gebührliche Tuende [?] scheut nicht vor Schuld zurück, ein Fundort von Gütern [?]. [Anm.: Vers sehr dunkel; wörtlicher Sinn unklar (Śakra als Subjekt?); yatamkara ‚der Ordnungsgemäßes tut‘.]
Nicht mit fünf oder mit zehn will er den Griff/Beginn [?]; nicht verbindet er sich mit dem Nichtpressenden, auch nicht mit dem Gedeihenden. / Er überwältigt oder er erschlägt ihn (?) auf jene Weise, der Brausende; den Gott-Suchenden lässt er teilhaben in der rinderreichen Hürde. [Anm.: pañcabhir daśabhiḥ unklar (Finger? Zahl der Helfer?).]
Der weithin Zerstörende/Zerteilende [?], im Zusammenstoß das Rad festmachend [?], den Nichtpressenden abgewandt [?], den Pressenden Förderer – / Indra, Bezwinger von allem, Furchterregender, führt nach Belieben den Dāsa fort, (den) Ārya [?]. [Anm.: āryaḥ hier als Bezeichnung des Herrn/Ārya; Bezug ‚Dāsa-Ārya‘ unsicher.]
sam īm paṇer ajati bhojanam muṣe vi dāśuṣe bhajati sūnaraṃ vasu / durge cana dhriyate viśva ā puru jano yo asya taviṣīm acukrudhat
Er treibt zusammen das Nutzgut des Paṇi, den Räuber (?), dem Gebenden teilt er das schöne/fruchtbare Gut zu. / Selbst in schwer Zugänglichem wird jeder Mensch gehalten [?], der seine Stärke erzürnt hat [?]. [Anm.: muṣe (Dat. ‚zum Rauben‘ oder Lok.) und dhriyate unsicher.]
Als zwei Leute(-Parteien), reich, mit aller Kampfschar, zusammenstießen [?], erkannte Indra, der Maghavan, (dass es) um glänzende Rinder (ging). / Denn (die Zitternde?) machte einen anderen zum Gefährten [?]; die Rinderbeute lässt der Brausende mit den Tapferen los. [Anm.: pravepanī ‚die Zitternde/Erschütternde‘ unklar; viśvaśardhasau ‚mit aller Kampfschar‘.]
Den Tausendgewinner, den Āgniveśi, preise ich, den Śatri [?], Agni! – (den) Nächsten/Höchsten [?], Banner, den Herrn. / Für ihn sollen die zusammengeflossenen Wasser schwellen; in ihm sei stürmische/leuchtende, kraftvolle Herrschaft. [Anm.: śatrim, upamām, agne unsicher (evtl. Namen/Anrede); āgniveśi = Nachkomme des Agniveśa.]