Quellen der Menschheit

Ṛgveda · Maṇḍala 5

Kapitel 70: ṛgvede 5.70 · purūruṇā cid dhy asty avo nūnaṃ vāṃ varuṇa An Mitra und Varuṇa: Bitte um Schutz

Kurzes Bittlied an Mitra und Varuṇa um Beistand, Nahrung und Schutz vor Dasyus und fremder Zauberkraft; Vers 4 (yakṣa) ist unsicher.

purūruṇā cid dhy asty avo nūnaṃ vāṃ varuṇa / mitra vaṃsi vāṃ sumatim

Denn auch durch weite Fülle [?] ist [euer] Beistand jetzt [bereit]; o Varuṇa, o Mitra, ich will euer beider Wohlwollen gewinnen.

Wort für Wort
puru-uruṇā
durch viel-weite [Fülle] (Instr. Sg.) [?]
cit
sogar
hi
denn
asti
ist (3. Sg.)
avaḥ
Beistand (Nom. Sg.)
nūnam
jetzt
vām
euer (Gen. Du.)
varuṇa
Varuṇa (Vok.)
mitra
Mitra (Vok.)
vaṃsi
will gewinnen (1. Sg. Konj.)
vām
euer (Gen. Du.)
su-matim
Wohlwollen (Akk. Sg.)

tā vāṃ samyag adruhvāṇeṣam aśyāma dhāyase / vayaṃ te rudrā syāma

Von euch beiden, ihr Trugfreien, wollen wir recht Labung erlangen zum Erhalt. Wir wollen euch [die Euren?], o Rudras, sein [?].

Wort für Wort
tā
diese beiden (Abl./Akk. Du.)
vām
euch (Abl. Du.)
samyak
recht, vollständig
adruhvāṇā
trugfrei (Vok. Du.)
iṣam
Labung, Stärkung (Akk. Sg.)
aśyāma
wir wollen erlangen (Opt. 1. Pl.)
dhāyase
zum Erhalt/Nähren (Dat. Sg.)
vayam
wir (Nom. Pl.)
te
jene/die Euren (Nom. Pl.) [?]
rudrā
ihr Rudras (Vok. Du.)
syāma
wir wollen sein (Opt. 1. Pl.)

pātaṃ no rudrā pāyubhir uta trāyethāṃ sutrātrā / turyāma dasyūn tanūbhiḥ

Schützt uns, ihr Rudras, mit euren Schützern, und beschirmt [uns], ihr Gutbeschützenden; wir wollen die Dasyus mit unseren Leibern überwinden.

Wort für Wort
pātam
schützt (Imp. 2. Du.)
naḥ
uns (Akk. Pl.)
rudrā
ihr Rudras (Vok. Du.)
pāyu-bhiḥ
mit Schützern/Schutzmitteln (Instr. Pl.)
uta
und
trāyethām
beschirmt (Imp. 2. Du. Med.)
su-trātrā
gut beschützend (Vok. Du.)
turyāma
wir wollen überwinden (Opt. 1. Pl.)
dasyūn
Dasyus (Akk. Pl.)
tanū-bhiḥ
mit Leibern/Personen (Instr. Pl.)

mā kasyādbhutakratū yakṣam bhujemā tanūbhiḥ / mā śeṣasā mā tanasā

Nicht wollen wir, ihr Wunderbar-Willensmächtigen, irgendeines fremden Yakṣa [Anm.: 'Wundererscheinung/Zaubermacht', unsicher] mit unseren Leibern erfahren, weder an unserem Rest [Nachkommenschaft] noch an unseren Enkeln [?].

Wort für Wort
mā
nicht
kasya
von irgendwem (Gen. Sg.)
adbhutakratūity adbhuta-kratū
wunderbar an Willenskraft (Vok. Du.)
yakṣam
Yakṣa/Wundererscheinung (Akk. Sg.) [?]
bhujema
wir wollen erfahren/genießen (Opt. 1. Pl. Med.)
tanūbhiḥ
mit Leibern/Personen (Instr. Pl.)
mā
nicht
śeṣasā
mit Nachkommenschaft/Rest (Instr. Sg.) [?]
mā
nicht
tanasā
mit Enkeln/Geschlecht (Instr. Sg.) [?]

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