Kapitel 10: ṛgvede 7.10 · uṣo na jāraḥ pṛthu pājo aśred davidyutad dīdyacchośucānaḥ
Agni leuchtet wie die Morgenröte; Lieder gehen zu ihm, er bringt die Götter
Agni als Licht der Morgenröten und als Bote; die Lieder streben zu ihm, er soll die Götterscharen (Vasus, Rudras, Ādityas) herführen. Schwierig ist der Vergleich in 7.10.2.
Wie der Buhler der Morgenröte hat er seine breite Wucht aufgestellt, blitzend, leuchtend, lodernd. Der Bulle, der Goldfahle, der Reine, strahlt mit Glanz, die Gedanken antreibend; er hat die begehrenden [Gedanken] geweckt.
svarṇa vastoruṣasāmaroci yajñaṃ tanvānā uśijo na manma / agnirjanmāni deva ā vi vidvān dravad dūto devayāvā vaniṣṭhaḥ
Wie das Licht des Morgens ist er unter den Morgenröten aufgeleuchtet – [wie] die Wünschenden, die die Verehrungshandlung ausspannen, [so ist] das Sinnen [?]. Agni, der Gott, die Geschlechter [Geburten] überschauend, läuft als Bote, zu den Göttern fahrend, der am eifrigsten Gewinnende [?].
Zu Agni hin gehen die Lieder, die Gedanken, die Götter suchend, Gut erbittend: zu dem schön Anzusehenden, Schönantlitzigen, gut Zugewandten, dem Darbringungsfahrer, dem Gehilfen [?] der Menschen.
Bring uns, Agni, einmütig mit den Vasus den Indra, mit den Rudras den großen Rudra, mit den Ādityas die allen Menschen zugehörige Aditi, mit den Singenden den Bṛhaspati, den, der alles Erwünschte hat.
mandraṃ hotāramuśijo yaviṣṭhamagniṃ viśa īḷate adhvareṣu / sa hi kṣapāvānabhavad rayīṇāmatandro dūto yajathāya devān
Den erfreuenden Rufer, den jüngsten, Agni, rufen die wünschenden Stämme in den Weihehandlungen an. Denn er ist der Hüter [?] der Reichtümer geworden, der unermüdliche Bote, um die Götter zu verehren.