Kapitel 44: ṛgvede 7.44 · dadhikrāṃ vaḥ prathamamaśvinoṣasamagniṃ samiddhaṃ bhagamūtaye huve
Anruf an Dadhikrā, das Ross, mit den Morgengöttern
Lied auf das mythische Ross Dadhikrā(van), das als Vorreiter der Wagen und als Erwecker der Morgenfrühe gilt; es wird zusammen mit Aśvin, Uṣas, Agni, Bhaga u. a. angerufen.
Den Dadhikrā, euch zuerst die beiden Aśvin, die Uṣas, den entzündeten Agni, Bhaga rufe ich zum Beistand; / Indra, Viṣṇu, Pūṣan, den Herrn des Gebets (brahman), die Āditya, Himmel und Erde, die Wasser, das Licht (svar).
Den Dadhikrā, mit Verbeugung aufweckend, wir Sänger, die (die Rede) erheben und der Weihehandlung nahen, / die göttliche Iḷā aufs Streu setzend, die beiden Aśvin, gut anzurufen, mögen wir anrufen.
Den Dadhikrāvan, wach geworden, (und) Agni rufe ich her, Uṣas, Sonne, die Kuh, / den Rotbraunen, den Schützling (?) des Varuṇa, den Braunen: mögen sie uns von allen Übeln fernhalten. [Anm.: gām „Kuh“ hier wohl nur als Kuh im Ritual oder Bild für Erde/Morgenröte [plausibel]; māṃścatu unklar [?].]
ā no dadhikrāḥ pathyāmanaktv ṛtasya panthāmanvetavā u / śṛṇotu no daivyaṃ śardho agniḥ śṛṇvantu viśve mahiṣāamūrāḥ
Herbei salbe uns Dadhikrā den gangbaren Weg des Ṛta, damit man ihm folgen kann; / uns erhöre der göttliche Trotz (die Schar) Agni; erhören sollen alle großen Unverwirrten. [Anm.: śardha „Schar/Trotz“; mahiṣa hier als Attribut der Götter [plausibel].]