Kapitel 54: ṛgvede 7.54 · vāstoṣ pate prati jānīhyasmān svāveśo anamīvo bhavā naḥ
Anruf an Vāstoṣpati, den Herrn der Hofstatt
Bitte an den Herrn der Wohnstätte (vāstoṣ pati) um Wohlwollen, Krankheitsfreiheit, Gedeihen an Rindern und Rossen und Schutz in Besitz und Erwerb. Vers 3 endet mit dem Kehrvers.
vāstoṣ pate prati jānīhyasmān svāveśo anamīvo bhavā naḥ / yat tvemahe prati tan no juṣasva śaṃ no bhava dvipade śaṃ catuṣpade
Herr der Hofstatt, nimm uns wahr; ein guter Einlass sei uns, krankheitsfrei sei für uns. / Was wir dich erbitten, das nimm für uns an; sei heilsam unserem Zweifüßigen, heilsam dem Vierfüßigen.
vāstoṣ pate prataraṇo na edhi gayasphāno gobhiraśvebhirindo / ajarāsaste sakhye syāma piteva putrān prati no juṣasva
Herr der Hofstatt, sei uns ein Hinüberbringer, Haus-Mehrer, mit Rindern, mit Rossen, du Tropfen. / Nicht alternd mögen wir in deiner Freundschaft sein; wie ein Vater seine Söhne, nimm uns an.
vāstoṣ pate śagmayā saṃsadā te sakṣīmahi raṇvayā gātumatyā / pāhi kṣema uta yoge varaṃ no yūyaṃ pāta ...
Herr der Hofstatt, wir möchten mit deiner freundlichen, lieblichen, wegkundigen Gesellschaft verbunden sein. / Behüte uns in Gewinn und in Erhalt das Beste. Ihr aber schützt uns stets mit Segenswünschen. [Anm.: kṣema/yoga = „Erhaltung/Gewinn“ als Paar: fest; spätere Bedeutungen nicht vorauszusetzen.]