Kapitel 6: ṛgvede 7.6 · pra samrājo asurasya praśastiṃ puṃsaḥ kṛṣṭīnāmanumādyasya
Agnis Taten: Vertreibung der Gegner, Gaben aus der Tiefe
Agni-Lied: Preis seiner Herrschaft, seiner Siege über die weihehandlungslosen Dasyus und Paṇis und seiner Gaben aus Tiefe und Höhe. Die Verse 1, 3, 5 und 6 enthalten schwer deutbare Wörter (dāru, dehya, nahuṣa); PP und SA weichen in 7.6.5 (yahvaḥ/yajvaḥ) ab.
pra samrājo asurasya praśastiṃ puṃsaḥ kṛṣṭīnāmanumādyasya / indrasyeva pra tavasas kṛtāni vande dāruṃ vandamānovivakmi
Ich verkünde den Ruhm des Alleinherrschers, des Herrn [Asura], des Mannes, der bei den Stämmen zu bejubeln ist; wie die Taten des starken Indra [preise ich sie]; ich huldige dem Holz [?], huldigend rufe ich.
Den Seher, das Banner, die Stütze [?], den Glanz des Berges [oder: Presssteins] treiben sie an, das Heil, die Herrschaft der beiden Welten; mit Liedern des Burgenbrechers [?] will ich Agnis frühere, große Gebote verehren.
Hinabgestürzt hat Agni die Willenlosen, Tückischen, Übelredenden, die Paṇis, die Glaubenlosen, Wachstumslosen, Weihehandlungslosen; er hat diese Dasyus voran und voran vertrieben und als Erster [machte er] die späteren Nicht-Verehrer [wehrlos] [?].
Der in der abgewandten Finsternis die frohlockenden [?] nach vorn richtete, der Männlichste, durch seine Kräfte: ihn, den Herrscher über Güter, Agni, preise ich, den Unbeugsamen, der die Kampfbegierigen bändigt.
yo dehyo anamayad vadhasnairyo aryapatnīruṣasaścakāra / sa nirudhyā nahuṣo yajvo agnirviśaścakre balihṛtaḥ sahobhiḥ
Der die Wallbewohner [?] mit Waffen beugte, der die Morgenröten zu Frauen des Herrn machte: er, Agni, der Rege [Anm.: SA yajvaḥ ‚Verehrer‘], hat die Nahusas [Menschenstämme] einhegend die Stämme durch seine Kräfte zu Abgabenbringern gemacht [?].
In dessen Schutz alle Menschen auf ihren Wegen standen, um Wohlwollen bittend – Vaiśvānara Agni hat sich auf das Beste [der Höhe] der beiden Welten, in den Schoß der beiden Eltern, gesetzt [?].
Der Gott hat die Güter des Grundes [der Tiefe] genommen, Vaiśvānara, beim Aufgang der Sonne; aus dem unteren Meer, aus dem oberen hat Agni [sie] genommen, aus dem Himmel und von der Erde.