Kapitel 19: ṛgvede 7.19 · yastigmaśṛṅgo vṛṣabho na bhīma ekaḥ kṛṣṭīścyāvayati pra viśvāḥ
Preis Indras, des Helfers des Sudās und seiner Schützlinge
Lob und Bitte an Indra: seine Furchtbarkeit (1), frühere Hilfen für Kutsa, Sudās, Trasadasyu, Pūru, Dabhīti u. a. (2-5), Anschirren der Falben und Bitte um Schutz und Freundschaft (6-10). Vers 11 enthält den Refrain der Vasiṣṭha-Lieder, in der Quelle abgekürzt. Unsicher: 7.19.5 (aviveṣīḥ) und der Refrain-Ausdruck stīn.
yastigmaśṛṅgo vṛṣabho na bhīma ekaḥ kṛṣṭīścyāvayati pra viśvāḥ / yaḥ śaśvato adāśuṣo gayasya prayantāsisuṣvitarāya vedaḥ
Der mit scharfen Hörnern, gleich einem Stier furchtbar, allein alle Völker in Bewegung bringt, / der du dem ewig nicht Gebenden sein Gut zuteilst [?]: du bist für den besseren Somapresser (das) Gut.
Wort für Wort
yaḥ
der (Nom. Sg. rel.)
tigma-śṛṅgaḥ
scharfhörnig (Nom. Sg.)
vṛṣabhaḥ
Stier (Nom. Sg.)
na
wie
bhīmaḥ
furchtbar (Nom. Sg.)
ekaḥ
allein (Nom. Sg.)
kṛṣṭīḥ
Völker/Stämme (Akk. Pl.)
cyavayati
bringt in Bewegung/erschüttert (3. Sg. Präs. Kaus.)
Du, Indra, hast damals den Kutsa unterstützt, der dir persönlich im Kampf gehorchen wollte, / als du den Dāsa Śuṣṇa, den Kuyava, diesem, dem Ārjuneya, unterwarfst, (ihm) helfend.
Du, Kühner, hast mit Kühnheit den Vītahavya gefördert, mit allen Hilfen den Sudās; / den Paurukutsi Trasadasyu hast du gefördert, bei der Landgewinnung, in den Vṛtra-Tötungen den Pūru.
Du erschlägst mit den Männern, Männergesinnter, im Götter-Mahl viele Feinde, Falbenlenker. / Du hast den Dasyu Cumuri und den Dhuni für Dabhīti niedergestreckt (eingeschläfert), leicht zu erschlagen.
Wort für Wort
tvam
du (Nom. Sg.)
nṛ-bhiḥ
mit den Männern (Instr. Pl.)
nṛ-manaḥ
männergesinnt (Vok.)
deva-vītau
beim Götterbesuch/Götter-Mahl (Lok. Sg.)
bhūrīṇi
viele (Akk. Pl. n.)
vṛtrā
Feinde/Widerstände (Akk. Pl.)
hari-aśva
Falbenlenker (Vok.)
haṃsi
erschlägst (2. Sg. Präs.)
tvam
du (Nom. Sg.)
ni
nieder
dasyum
Dasyu (Akk. Sg.)
cumurim
Cumuri (Akk. Sg.)
dhunim
Dhuni (Akk. Sg.)
ca
und
asvāpayaḥ
brachtest zum Schlafen/streckst nieder (2. Sg. Impf. Kaus.)
tava cyautnāni vajrahasta tāni nava yat puro navatiṃ ca sadyaḥ / niveśane śatatamāviveṣīrahañca vṛtraṃ namucimutāhan
Dies sind deine Stoßtaten, Keulenhänder: dass du neun Burgen und neunzig sofort / bei der Niederlassung, die hundertste, bewältigtest [?], und dass du Vṛtra erschlugst und Namuci erschlugst.
sanā tā ta indra bhojanāni rātahavyāya dāśuṣe sudāse / vṛṣṇe te harī vṛṣaṇā yunajmi vyantu brahmāṇi puruśāka vājam
Von jeher sind dies deine Genüsse, Indra, für den Spender, der Opfergabe gegeben hat, für Sudās. / Für dich, den Stier, schirre ich die beiden stiergleichen Falben an; mögen die Weihworte zur Kraft hineilen, Vielkräftiger.
mā te asyāṃ sahasāvan pariṣṭāvaghāya bhūma harivaḥ parādai / trāyasva no 'vṛkebhirvarūthaistava priyāsaḥ sūriṣu syāma
Nicht mögen wir, Machtvoller, in dieser deiner Bedrängung dem Unheil preisgegeben sein, Falbenherr. / Schütze uns mit wolfsfreien Schutzwehren; dir lieb mögen wir unter den Gönnern sein.
priyāsa it te maghavannabhiṣṭau naro madema śaraṇe sakhāyaḥ / ni turvaśaṃ ni yādvaṃ śiśīhyatithigvāya śaṃsyaṃ kariṣyan
Lieb (dir) mögen wir Männer, Maghavan, in deinem Beistand uns freuen, im Schutz, als Freunde. / Wirf den Turvaśa nieder, den Yādva nieder, (und) tu dem Atithigva Lobenswertes.
sadyaścin nu te maghavannabhiṣṭau naraḥ śaṃsantyukthaśāsa ukthā / ye te havebhirvi paṇīnradāśannasmān vṛṇīṣva yujyāya tasmai
Gleich, sogleich in deinem Beistand, Maghavan, sprechen die Männer, die Liedsprecher, Lieder; / die dir mit Anrufungen im Gegensatz zu den Paṇis dienten [?] – uns erwähle für dieses Bündnis.
Diese Lobgesänge, dir, Männerbester, der Männer [gebracht], zu uns hingewendet, Gaben schenkend – / bei deren Vṛtra-Tötung sei gnädig, Indra, und Freund und Held und Helfer der Männer.
nū indra śūra stavamāna ūtī brahmajūtastanvā vāvṛdhasva / upa no vājān mimīhyupa stīn yūyaṃ pāta ...
Jetzt, Indra, Held, gepriesen, wachse zur Hilfe, vom Weihwort angetrieben, durch dich selbst. / Miss uns heran Kräfte, heran die Scharen [?]. [Refrain:] Ihr schützt uns mit Wohlfahrt allezeit.