Kapitel 96: ṛgvede 7.96 · bṛhadu gāyiṣe vaco 'suryā nadīnām
Lob der Sarasvatī und des Sarasvat
Sechs Verse: Preis der Sarasvatī als herrschaftlichste der Flüsse (V. 1-3), dann Anruf an Sarasvat, den männlichen Partner (V. 4-6), mit Bitte um Nachkommen und Kraftspeise. Einzelne Wörter (agravaḥ V. 4, rodasī V. 1, akavārī V. 3) sind unsicher.
Ein hohes Wort singst du [Vasiṣṭha] auf die Herrschaftliche unter den Flüssen; / Sarasvatī allein verherrliche mit Preisliedern, mit gutem Lobgesang, Vasiṣṭha, [sie, die] die beiden Welten [erfüllt?] [?].
Wort für Wort
bṛhat
hoch (Akk. Sg. n.)
oṃ iti
wahrlich (Partikel)
gāyiṣe
du singst/singe (2. Sg. Präs. Med.)
vacaḥ
Wort (Akk. Sg.)
asuryā
die Herrschaftliche/Herrliche (Instr./Nom. Sg. f.)
ubhe yat te mahinā śubhre andhasī adhikṣiyanti pūravaḥ / sā no bodhyavitrī marutsakhā coda rādho maghonām
Wenn deine beiden strahlenden, nährenden [Ufer? Anm.: andhas = Nahrung/Saftpflanze; Bild unsicher [?]] durch ihre Größe die Pūrus bewohnen, / dann sei uns die Schützende, die Freundin der Marut, aufmerksam; treibe die Gabe der Gabenherren an.