prati ketavaḥ prathamā adṛśrannūrdhvā asyā añjayo vi śrayante / uṣo arvācā bṛhatā rathena jyotiṣmatā vāmamasmabhyaṃ vakṣi
Die ersten Zeichen sind gegenüber erschienen, ihre Strahlen (Salbungen) breiten sich aufwärts aus. Uṣas, auf breitem Wagen, hierher gewandt, lichthaltigem, fahre uns Gewünschtes her!
prati ṣīmagnirjarate samiddhaḥ prati viprāso matibhirgṛṇantaḥ / uṣā yāti jyotiṣā bādhamānā viśvā tamāṃsi duritāpa devī
Ihr gegenüber lodert Agni, entzündet; ihr gegenüber die Sänger, mit Gedanken preisend; Uṣas kommt, mit Licht die Finsternisse verdrängend, all die (Finsternisse und) Bedrängnisse, die Göttin.
etā u tyāḥ pratyadṛśran purastājjyotiryachantīruṣasovibhātīḥ / ajījanan sūryaṃ yajñamagnimapācīnaṃ tamo agādajuṣṭam
Diese da erschienen gegenüber, vom Osten Licht gewährend, die Uṣas, weit leuchtend; sie haben Sonne, Weihehandlung (yajña) und Agni hervorgebracht; die unliebe Finsternis ist nach hinten gewichen.
Wahrgenommen wurde die Tochter des Himmels, die Gabenreiche; alle schauen die aufleuchtende Uṣas. Sie hat den Wagen bestiegen, der aus eigener Kraft angeschirrt wird, den ihre gutgeschirrten Rosse fahren.
prati tvādya sumanaso budhantāsmākāso maghavāno vayaṃ ca / tilvilāyadhvamuṣaso vibhātīryūyaṃ pāta ...
Dich sollen heute wohlgesinnt erwachen: die Unseren, die Gabenherren und wir; leuchtet, ihr aufleuchtenden Uṣas! Ihr aber schützt … [Kehrvers]. [Anm.: tilvilāyadhvam ist ein seltenes Wort; Bedeutung unsicher, etwa „fruchtbar/blühend werden“ o. ä.]