pratyu adarśyāyatyuchantī duhitā divaḥ / apo mahi vyayati cakṣase tamo jyotiṣ kṛṇoti sūnarī
Sie ist sichtbar geworden, die Kommende, aufleuchtende Tochter des Himmels; sie wirft das große (Dunkel) weg [?], damit man sieht; die Freundliche schafft Licht.
Empor entlässt die Sonne die Strahlen(rinder), zugleich aufgehend, ein strahlendes Gestirn; bei deinem, Uṣas, und der Sonne Aufleuchten mögen wir zum zugeteilten Anteil zusammenkommen.
prati tvā duhitardiva uṣo jīrā abhutsmahi / yā vahasi puruspārhaṃ vananvati ratnaṃ na dāśuṣe mayaḥ
Dir gegenüber, Tochter des Himmels, Uṣas, sind wir lebendig (regsam) erwacht, die du viel Begehrtes bringst, wie einen Schatz, dem Spender Labsal, Gewährende.
Du, die aufleuchtend durch Freigebigkeit Großes wirkst, damit man sichtbar wird, Göttin, um das Licht (svar) zu sehen: von dir, der so Wirkenden, erbitten wir als Schatzteilhaber (Anteil); wir wollen sein wie einer Mutter Söhne.
taccitraṃ rādha ā bharoṣo yad dīrghaśruttamam / yat tedivo duhitarmartabhojanaṃ tad rāsva bhunajāmahai
Jenen bunten Schatz, den weithin berühmtesten, bring her, Uṣas; und was, Tochter des Himmels, die Sterblichen genießen können: das schenke, wir wollen (es) genießen.
Ruhm den Gönnern, unsterblich, güterschaffend; Kraftgaben, rinderreiche, uns: die antreibende Herrin der Gabenherren, wahrheitsreich, Uṣas, soll aufleuchten, die Verwünschenden (Versager) wegtreibend.