Kapitel 23: ṛgvede 7.23 · udu brahmāṇyairata śravasyendraṃ samarye mahayā vasiṣṭha
Erhebung der Weihworte zu Indra, Bitte um Rettung
Vasiṣṭha sendet Weihworte zu Indra (1), bittet ihn, die Sänger über die Engen des Lebens hinwegzuführen (2), schildert das Anschirren des Wagens und Indras Größe (3-5) und schließt mit dem Refrain (6). Unsicher: 7.23.2 (irajyanta, śurudhaḥ, devajāmiḥ) und 7.23.4 (staryo na gāvaḥ). In Vers 6 weichen PP (dhātu) und SA (pātu) ab.
udu brahmāṇyairata śravasyendraṃ samarye mahayā vasiṣṭha / ā yo viśvāni śavasā tatānopaśrotā ma īvato vacāṃsi
Erhoben haben sich die Weihworte, nach Ruhm verlangend; ehre Indra im Zusammenstoß, Vasiṣṭha, / der mit Kraft alles ausgespannt hat – als Zuhörer meiner Reden, wie sie so eifrig sind [?].
Ein Ruf ist angestimmt, Indra, den Göttern verwandt [?], als (die Bedrängten) im Wortstreit sich mächtig zeigten [?]. / Denn nicht ist das eigene Leben bei den Leuten erkennbar; eben über jene Engen setzt du uns hinweg.
Wort für Wort
ayāmi
ist angestimmt/wurde erhoben (3. Sg. Aor. Pass.)
ghoṣaḥ
Ruf/Getöse (Nom. Sg.)
indra
Indra (Vok.)
deva-jāmiḥ
den Göttern verwandt/göttergeschwisterlich (Nom. Sg.) [?]
irajyanta
zeigten sich mächtig/herrschten (3. Pl. Impf. Med.) [?]
Ich schirre den rindersuchenden Wagen mit den beiden Falben an; zu ihm, der sich daran erfreut, sind die Weihworte getreten. / Er hat die beiden Welten durch Größe auseinandergedrängt, Indra, die Widerstände ohne Gegner erschlagend.
āpaścit pipyu staryo na gāvo nakṣannṛtaṃ jaritārasta indra / yāhi vāyurna niyuto na achā tvaṃ hi dhībhirdayase vi vājān
Selbst die Wasser sind angeschwollen wie die (unfruchtbaren?) Kühe [?]; die Ordnung (ṛta) erreichten deine Sänger, Indra. / Komm wie Vāyu mit seinen Gespannen zu uns her; denn du teilst durch Andachten Kräfte zu.
te tvā madā indra mādayantu śuṣmiṇaṃ tuvirādhasaṃ jaritre / eko devatrā dayase hi martānasmiñchūra savane mādayasva
Diese Räusche sollen dich erfreuen, Indra, den Kraftvollen, den vielfach Gabenreichen, für den Sänger. / Du allein unter den Göttern teilst ja den Sterblichen zu; freue dich bei diesem Somapressen, Held.
evedindraṃ vṛṣaṇaṃ vajrabāhuṃ vasiṣṭhāso abhyarcantyarkaiḥ / sa na stuto vīravat pātu gomad yūyaṃ pāta ...
So verherrlichen den Stier Indra, den Keulenarmigen, die Vasiṣṭhas mit Preisliedern. / Er, von uns gepriesen, möge (uns) heldenreich, rinderreich verleihen/schützen [?]. [Refrain:] Ihr schützt uns mit Wohlfahrt allezeit.