Rāmāyaṇa · Uttarakāṇḍa
Sarga 17: Vedavatī-Ākhyānam
Die Erzählung von Vedavatī und ihrer Selbstverbrennung
atha rājanmahābāhurvicaransa mahītalam . himavadvanamāsādya paricakrāma rāvaṇaḥ
Da durchstreifte, o König, der Starkarmige die Erde, und, zum Wald des Himavat gelangend, durchzog Rāvaṇa ihn.
Wort für Wort atha rājan mahābāhuḥ da, o König, der Starkarmige vicaran sa mahītalam die Erde durchstreifend himavat-vanam āsādya zum Wald des Himavat gelangend paricakrāma rāvaṇaḥ durchzog Rāvaṇa ihn tatrāpaśyata vai kanyāṃ kṛṣṭājinajaṭādharām . ārṣeṇa vidhinā yuktāṃ tapantīṃ devatām iva
Dort erblickte er fürwahr eine Jungfrau, ein Tierfell und Jaṭā-Locken tragend, der Weisensitte gemäß, Askese übend wie eine Gottheit.
Wort für Wort tatra apaśyata vai kanyāṃ dort erblickte er fürwahr eine Jungfrau kṛṣṭa-ajina-jaṭā-dharām ein gegerbtes Fell und Jaṭā-Locken tragend ārṣeṇa vidhinā yuktāṃ der Weisensitte gemäß tapantīṃ devatām iva Askese übend wie eine Gottheit sa dṛṣṭvā rūpasampannāṃ kanyāṃ tāṃ sumahāvratām . kāmamohaparītātmā papraccha prahasanniva .. 3..
Als er die schöngestaltete, von großem Gelübde erfüllte Jungfrau sah, fragte er, von Begierde und Verblendung erfasst, gleichsam lachend:
Wort für Wort saḥ dṛṣṭvā rūpa-sampannāṃ er, die schöngestaltete sehend kanyāṃ tāṃ sumahāvratām jene Jungfrau von großem Gelübde kāma-moha-parīta-ātmā von Begierde und Verblendung erfasst im Geist papraccha prahasan iva fragte er, gleichsam lachend kimidaṃ vartase bhadre viruddhaṃ yauvanasya te . na hi yuktā tavaitasya rūpasyeyaṃ pratikriyā .. 4..
„Was ist dies, warum verhältst du dich, Gute, im Widerspruch zu deiner Jugend? Nicht geziemt sich diese Behandlung deiner Schönheit.
Wort für Wort kim idaṃ vartase bhadre was ist dies, warum verhältst du dich, Gute viruddhaṃ yauvanasya te im Widerspruch zu deiner Jugend na hi yuktā tava etasya nicht geziemt sich diese deine rūpasya iyaṃ pratikriyā Behandlung dieser Schönheit kasyāsi duhitā bhadre ko vā bhartā tavānaghe . pṛcchataḥ śaṃsa me śīghraṃ ko vā hetustapo.arjane .. 5..
Wessen Tochter bist du, Gute, oder wer ist dein Gatte, Makellose? Sage mir, dem Fragenden, rasch, was der Grund für dein Erwerben von Askese ist.
Wort für Wort kasya asi duhitā bhadre wessen Tochter bist du, Gute kaḥ vā bhartā tava anaghe oder wer ist dein Gatte, Makellose pṛcchataḥ śaṃsa me śīghraṃ sage mir, dem Fragenden, rasch kaḥ vā hetuḥ tapaḥ-arjane oder was der Grund für den Erwerb von Askese evamuktā tu sā kanyā tenānāryeṇa rakṣasā . abravīdvidhivatkṛtvā tasyātithyaṃ tapodhanā .. 6..
So angesprochen von jenem unedlen Rākṣasa, erwies die askesereiche Jungfrau ihm gebührend die Gastfreundschaft und sprach:
Wort für Wort evam uktā tu sā kanyā so angesprochen jene Jungfrau tena anāryeṇa rakṣasā von jenem unedlen Rākṣasa abravīt vidhivat kṛtvā sprach, nachdem sie gebührend erwiesen hatte tasya ātithyaṃ tapodhanā ihm die Gastfreundschaft, die Askesereiche kuśadhvajo nāma pitā brahmarṣirmama dhārmikaḥ . bṛhaspatisutaḥ śrīmānbuddhyā tulyo bṛhaspateḥ .. 7..
„Kuśadhvaja mit Namen ist mein rechtschaffener Vater, ein Brahmarṣi, der glanzvolle Sohn des Bṛhaspati, an Einsicht dem Bṛhaspati gleich.
Wort für Wort kuśadhvajaḥ nāma pitā Kuśadhvaja mit Namen der Vater brahmarṣiḥ mama dhārmikaḥ mein rechtschaffener Brahmarṣi bṛhaspati-sutaḥ śrīmān der glanzvolle Sohn des Bṛhaspati buddhyā tulyaḥ bṛhaspateḥ an Einsicht dem Bṛhaspati gleich tasyāhaṃ kurvato nityaṃ vedābhyāsaṃ mahātmanaḥ . sambhūtā vānmayī kanyā nāmnā vedavatī smṛtā .. 8..
Ich bin, dem großherzigen Vater, der beständig die Vedenrezitation übte, als eine aus Rede entstandene Tochter geboren, mit Namen Vedavatī genannt.
Wort für Wort tasya ahaṃ kurvataḥ nityaṃ ich diesem, der beständig übte veda-abhyāsaṃ mahātmanaḥ die Vedenrezitation, dem Großherzigen sambhūtā vānmayī kanyā als eine aus Rede entstandene Tochter geboren nāmnā vedavatī smṛtā mit Namen Vedavatī genannt tato devāḥ sagandharvā yakṣarākṣasapannagāḥ . te cāpi gatvā pitaraṃ varaṇaṃ rocayanti me .. 9..
Da wünschten Götter samt Gandharvas, Yakṣas, Rākṣasas und Schlangen, indem sie zu meinem Vater gingen, mich zu ehelichen.
Wort für Wort tataḥ devāḥ sa-gandharvāḥ da die Götter samt Gandharvas yakṣa-rākṣasa-pannagāḥ Yakṣas, Rākṣasas und Schlangen te ca api gatvā pitaraṃ und diese auch, zum Vater gehend varaṇaṃ rocayanti me wünschten mich zu ehelichen na ca māṃ sa pitā tebhyo dattavānrākṣaseśvara . kāraṇaṃ tadvadiṣyāmi niśāmaya mahābhuja .. 10..
Doch mich hat jener Vater keinem von ihnen gegeben, o Herr der Rākṣasas; den Grund dafür will ich nennen, höre zu, Starkarmiger.
Wort für Wort na ca māṃ sa pitā tebhyaḥ und mich hat jener Vater keinem von ihnen dattavān rākṣaseśvara gegeben, o Herr der Rākṣasas kāraṇaṃ tat vadiṣyāmi den Grund dafür werde ich sagen niśāmaya mahābhuja höre zu, Starkarmiger pitustu mama jāmātā viṣṇuḥ kila surottamaḥ . abhipretastrilokeśastasmānnānyasya me pitāḥ .. 11..
Meinem Vater ist nämlich Viṣṇu, der höchste unter den Göttern, als Schwiegersohn gewünscht, der Herr der drei Welten; darum an keinen anderen bin ich meinem Vater (zu geben).
Wort für Wort pituḥ tu mama jāmātā meinem Vater aber als Schwiegersohn viṣṇuḥ kila surottamaḥ Viṣṇu fürwahr, der höchste der Götter abhipretaḥ triloka-īśaḥ gewünscht, der Herr der drei Welten tasmāt na anyasya me pitāḥ darum nicht einem anderen, mein Vater dātumicchati dharmātmā tacchrutvā baladarpitaḥ . śambhurnāma tato rājā daityānāṃ kupito.abhavat . tena rātrau prasupto me pitā pāpena hiṃsitaḥ .. 12..
Der Rechtschaffene wünscht mich ihm zu geben; als der mit seiner Kraft übermütige König der Daityas, namens Śambhu, dies hörte, wurde er zornig, und von diesem Bösen wurde mein Vater nachts im Schlaf getötet.
Wort für Wort dātum icchati dharmātmā der Rechtschaffene wünscht zu geben tat śrutvā bala-darpitaḥ dies hörend, der von Kraft übermütige śambhuḥ nāma tataḥ rājā Śambhu mit Namen, jener König daityānāṃ kupitaḥ abhavat der Daityas, wurde zornig tena rātrau prasuptaḥ von diesem, nachts, im Schlaf me pitā pāpena hiṃsitaḥ mein Vater von dem Bösen getötet tato me jananī dīnā taccharīraṃ piturmama . pariṣvajya mahābhāgā praviṣṭā dahanaṃ saha .. 13..
Da umarmte meine elende, edle Mutter den Leib meines Vaters und trat mit ihm zusammen ins Feuer ein.
Wort für Wort tataḥ me jananī dīnā da meine elende Mutter tat śarīraṃ pituḥ mama jenen Leib meines Vaters pariṣvajya mahābhāgā umarmend, die Edle praviṣṭā dahanaṃ saha trat sie mit ihm ins Feuer ein tato manorathaṃ satyaṃ piturnārāyaṇaṃ prati . karomīti mamecchā ca hṛdaye sādhu viṣṭhitā .. 14..
Da entstand in meinem Herzen der feste Wunsch: ‚Ich werde den Wunsch meines Vaters betreffend Nārāyaṇa wahr machen.‘
Wort für Wort tataḥ manorathaṃ satyaṃ da den Wunsch wahr pituḥ nārāyaṇaṃ prati meines Vaters, betreffend Nārāyaṇa karomi iti mama icchā ca ‚ich werde tun‘, so mein Wunsch hṛdaye sādhu viṣṭhitā stand fest in meinem Herzen ahaṃ pretagatasyāpi kariṣye kāṅkṣitaṃ pituḥ . iti pratijñāmāruhya carāmi vipulaṃ tapaḥ .. 15..
‚Ich werde den Wunsch meines Vaters, auch wenn er zu den Verstorbenen gegangen ist, erfüllen‘ – dieses Gelübde ablegend, übe ich ausgedehnte Askese.
Wort für Wort aham preta-gatasya api ich, auch wenn er zu den Toten gegangen ist kariṣye kāṅkṣitaṃ pituḥ werde ich den Wunsch des Vaters erfüllen iti pratijñām āruhya dieses Gelübde ablegend carāmi vipulaṃ tapaḥ übe ich ausgedehnte Askese etatte sarvamākhyātaṃ mayā rākṣasapuṅgava . āśritāṃ viddhi māṃ dharmaṃ nārāyaṇapatīcchayā .. 16..
Dies alles habe ich dir erzählt, o Stier unter den Rākṣasas; wisse, dass ich mich dem Recht anvertraut habe, aus dem Wunsch, Nārāyaṇa zum Gatten zu haben.
Wort für Wort etat te sarvam ākhyātaṃ dies alles habe ich dir erzählt mayā rākṣasa-puṅgava von mir, o Stier unter den Rākṣasas āśritāṃ viddhi māṃ dharmaṃ wisse, dass ich mich dem Recht anvertraut habe nārāyaṇa-pati-icchayā aus dem Wunsch, Nārāyaṇa zum Gatten zu haben vijñātastvaṃ hi me rājangaccha paulastyanandana . jānāmi tapasā sarvaṃ trailokye yaddhi vartate .. 17..
Erkannt bist du, o König, von mir; geh, Sohn des Pulastya. Durch Askese weiß ich alles, was in den drei Welten geschieht.
Wort für Wort vijñātaḥ tvaṃ hi me rājan erkannt bist du fürwahr von mir, o König gaccha paulastya-nandana geh, Sohn des Pulastya jānāmi tapasā sarvaṃ ich weiß durch Askese alles trailokye yat hi vartate was in den drei Welten fürwahr geschieht so.abravīdrāvaṇastatra tāṃ kanyāṃ sumahāvratām . avaruhya vimānāgrātkandarpaśarapīḍitaḥ .. 18..
Da sprach Rāvaṇa, vom Pfeil des Liebesgottes gequält, von der Spitze des Luftfahrzeugs herabsteigend, zu jener Jungfrau von großem Gelübde:
Wort für Wort saḥ abravīt rāvaṇaḥ tatra er sprach, Rāvaṇa, dort tāṃ kanyāṃ sumahāvratām zu jener Jungfrau von großem Gelübde avaruhya vimāna-agrāt von der Spitze des Luftfahrzeugs herabsteigend kandarpa-śara-pīḍitaḥ vom Pfeil des Liebesgottes gequält avaliptāsi suśroṇi yasyāste matirīdṛśī . vṛddhānāṃ mṛgaśāvākṣi bhrājate dharmasañcayaḥ .. 19..
„Aufgeblasen bist du, Schönhüftige, deren Sinn so beschaffen ist; bei den Alten, Rehäugige, erstrahlt der angesammelte Vorrat an Recht.
Wort für Wort avaliptā asi suśroṇi aufgeblasen bist du, Schönhüftige yasyāḥ te matiḥ īdṛśī deren Sinn so beschaffen ist vṛddhānāṃ mṛgaśāva-akṣi bei den Alten, Rehäugige bhrājate dharma-sañcayaḥ erstrahlt der Vorrat an Recht tvaṃ sarvaguṇasampannā nārhase kartumīdṛśam . trailokyasundarī bhīru yauvane vārdhakaṃ vidhim .. 20..
Du, mit allen Vorzügen ausgestattet, verdienst nicht, so zu handeln, du Schönheit der drei Welten, Furchtsame: in der Jugend das Werk des Alters zu vollziehen.
Wort für Wort tvaṃ sarva-guṇa-sampannā du, mit allen Vorzügen ausgestattet na arhase kartum īdṛśam verdienst nicht, so zu handeln trailokya-sundarī bhīru Schönheit der drei Welten, Furchtsame yauvane vārdhakaṃ vidhim in der Jugend das Werk des Alters kaśca tāvadasau yaṃ tvaṃ viṣṇurityabhibhāṣase . vīryeṇa tapasā caiva bhogena ca balena ca . na mayāsau samo bhadre yaṃ tvaṃ kāmayase.aṅgane .. 21..
Und wer überhaupt ist jener, den du Viṣṇu nennst? An Kraft, an Askese, an Genuss und an Stärke ist er, den du begehrst, mir nicht gleich, Gute, Schöne.
Wort für Wort kaḥ ca tāvat asau und wer denn überhaupt ist jener yaṃ tvaṃ viṣṇuḥ iti abhibhāṣase den du Viṣṇu nennst vīryeṇa tapasā ca eva an Kraft, an Askese bhogena ca balena ca an Genuss und an Stärke na mayā asau samaḥ bhadre ist er mir nicht gleich, Gute yaṃ tvaṃ kāmayase aṅgane den du begehrst, Schöne ma maivamiti sā kanyā tamuvāca niśācaram . mūrdhajeṣu ca tāṃ rakṣaḥ karāgreṇa parāmṛśat .. 22..
„Nicht so!“ sprach die Jungfrau zu jenem Nachtwandler; und der Rākṣasa berührte sie mit der Hand an den Haaren des Hauptes.
Wort für Wort mā mā evam iti sā kanyā ‚nicht, nicht so‘, sprach die Jungfrau tam uvāca niśācaram zu jenem Nachtwandler mūrdhajeṣu ca tāṃ rakṣaḥ und an den Haupthaaren sie, der Rākṣasa kara-agreṇa parāmṛśat mit der Handspitze berührte er tato vedavatī kruddhā keśānhastena sācchinat . uvācāgniṃ samādhāya maraṇāya kṛtatvarā .. 23..
Da schnitt die zornige Vedavatī mit der Hand ihre Haare selbst ab, entfachte ein Feuer und sprach, eilig zum Sterben bereit:
Wort für Wort tataḥ vedavatī kruddhā da die zornige Vedavatī keśān hastena sā acchinat schnitt sie selbst mit der Hand die Haare ab uvāca agniṃ samādhāya sprach, ein Feuer entfachend maraṇāya kṛta-tvarā eilig zum Sterben bereit dharṣitāyāstvayānārya nedānīṃ mama jīvitam . rakṣastasmātpravekṣyāmi paśyataste hutāśanam .. 24..
„Da ich von dir, Unedler, geschändet wurde, ist mein Leben nun nicht mehr wert, weiterzubestehen; darum, Rākṣasa, werde ich vor deinen Augen ins Feuer eingehen.
Wort für Wort dharṣitāyāḥ tvayā anārya geschändet von dir, Unedler na idānīṃ mama jīvitam nicht ist nun mein Leben (wert) rakṣaḥ tasmāt pravekṣyāmi darum, Rākṣasa, werde ich eingehen paśyataḥ te hutāśanam vor deinen Augen ins Feuer yasmāttu dharṣitā cāhamapāyā cāpyanāthavat . tasmāttava vadhārthaṃ vai samutpatsyāmyahaṃ punaḥ .. 25..
Weil ich aber geschändet und wie eine Beschützerlose gekränkt wurde, deshalb werde ich zu deinem Verderben fürwahr wieder erstehen.
Wort für Wort yasmāt tu dharṣitā ca aham weil ich aber geschändet apāyā ca api anātha-vat und gekränkt, wie eine Beschützerlose tasmāt tava vadha-arthaṃ vai deshalb zu deinem Verderben fürwahr samutpatsyāmi aham punaḥ werde ich wieder erstehen na hi śakyaḥ striyā pāpa hantuṃ taṃ tu viśeṣataḥ . śāpe tvayi mayotsṛṣṭe tapasaś ca vyayo bhavet .. 26..
Denn von einer Frau kann er nicht getötet werden, o Sünder, insbesondere nicht so; würde ich einen Fluch über dich aussprechen, so würde das ein Verlust an Askese sein.
Wort für Wort na hi śakyaḥ striyā pāpa denn nicht kann von einer Frau, o Sünder hantuṃ taṃ tu viśeṣataḥ er getötet werden, insbesondere śāpe tvayi mayā utsṛṣṭe würde ein Fluch über dich von mir ausgesprochen tapasaḥ ca vyayaḥ bhavet so würde ein Verlust an Askese entstehen yadi tvasti mayā kiṃ citkṛtaṃ dattaṃ hutaṃ tathā . tena hyayonijā sādhvī bhaveyaṃ dharmiṇaḥ sutā .. 27..
Wenn von mir irgendetwas getan, gegeben oder geopfert wurde, so möge ich dadurch, ungeboren aus einem Mutterschoß, als tugendhafte Tochter eines Rechtschaffenen wiedergeboren werden.
Wort für Wort yadi tu asti mayā kiṃ cit wenn irgendetwas von mir kṛtaṃ dattaṃ hutaṃ tathā getan, gegeben oder geopfert wurde tena hi ayonijā sādhvī dadurch fürwahr, nicht aus einem Schoß geboren, tugendhaft bhaveyaṃ dharmiṇaḥ sutā möge ich Tochter eines Rechtschaffenen werden evamuktvā praviṣṭā sā jvalantaṃ vai hutāśanam . papāta ca divo divyā puṣpavṛṣṭiḥ samantataḥ .. 28..
So sprechend, ging sie in das lodernde Feuer ein; und vom Himmel fiel allseits ein göttlicher Blumenregen.
Wort für Wort evam uktvā praviṣṭā sā so sprechend, ging sie ein jvalantaṃ vai hutāśanam in das lodernde Feuer fürwahr papāta ca divaḥ divyā und es fiel vom Himmel ein göttlicher puṣpa-vṛṣṭiḥ samantataḥ Blumenregen allseits pūrvaṃ krodhahataḥ śatruryayāsau nihatastvayā . samupāśritya śailābhaṃ tava vīryamamānuṣam .. 29..
Früher wurde ein Feind vom Zorn getötet, jener, der von dir mit einer bergesgleichen, übermenschlichen Kraft erschlagen wurde.
Wort für Wort pūrvaṃ krodha-hataḥ śatruḥ früher der vom Zorn getötete Feind yayā asau nihataḥ tvayā durch die er von dir getötet wurde samupāśritya śaila-ābham sich stützend auf eine bergesgleiche tava vīryam amānuṣam deine übermenschliche Kraft evameṣā mahābhāgā martyeṣūtpadyate punaḥ . kṣetre halamukhagraste vedyāmagniśikhopamā .. 30..
So wird diese Hochbeglückte unter den Sterblichen wiedergeboren werden, auf einem vom Pflug aufgerissenen Feld, auf dem Opferaltar, einer Feuerflamme gleich.
Wort für Wort evam eṣā mahābhāgā so diese Hochbeglückte martyeṣu utpadyate punaḥ wird unter den Sterblichen wiedergeboren kṣetre hala-mukha-graste auf einem vom Pflug aufgerissenen Feld vedyām agni-śikhā-upamā auf dem Opferaltar, einer Feuerflamme gleich eṣā vedavatī nāma pūrvamāsītkṛte yuge . tretāyugamanuprāpya vadhārthaṃ tasya rakṣasaḥ . sītotpanneti sītaiṣā mānuṣaiḥ punarucyate .. 31..
Diese, mit Namen Vedavatī, lebte einst im Kṛta-Zeitalter; im Tretā-Zeitalter, zum Verderben jenes Rākṣasas wiedergeboren, wird sie als ‚Sītā, die Entstandene‘ von den Menschen wiederum genannt.
Wort für Wort eṣā vedavatī nāma diese, mit Namen Vedavatī pūrvam āsīt kṛte yuge lebte einst im Kṛta-Zeitalter tretā-yugam anuprāpya das Tretā-Zeitalter erreichend vadha-arthaṃ tasya rakṣasaḥ zum Verderben jenes Rākṣasas sītā-utpannā iti sītā eṣā ‚Sītā, die Entstandene‘, diese Sītā mānuṣaiḥ punaḥ ucyate wird von den Menschen wiederum genannt
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